Hanföl: Wirkung auf Haut, Haare und Gesundheit im Überblick

Kategorien : Gesundheit und Wirkung
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Die Wirkung von Hanföl beruht auf seinem außergewöhnlichen Gehalt an essenziellen Fettsäuren, Vitaminen und Antioxidantien. Dieses pflanzliche Öl wird durch Kaltpressung aus den Samen von Cannabis sativa L. gewonnen und findet in Kosmetik, Ernährung und Wohlbefinden immer mehr Anhänger. Anders als CBD-Öl, das aus den Blüten stammt, enthält Hanfsamenöl weder THC noch nennenswerte Mengen an Cannabinoiden. In diesem Ratgeber erfahren Sie, wofür Hanföl gut ist, wie es hergestellt wird und wie Sie es für Haut, Haare und in der Küche einsetzen.

Was ist Hanföl und wie wird es hergestellt?

Hanföl, auch Hanfsamenöl genannt, wird aus den Samen der Hanfpflanze gepresst, einer seit Jahrtausenden für ihre Fasern und Samen genutzten Nutzpflanze. Das Herstellungsverfahren beruht auf der Kaltpressung, einem mechanischen Verfahren, das alle Nährstoffe schont und ohne chemische Lösungsmittel auskommt.

Die verwendeten Samen stammen aus Nutzhanfsorten mit einem THC-Gehalt unter 0,3 Prozent, wie es die europäischen Vorgaben verlangen. Diese Sorten werden seit Jahrzehnten auf einen hohen Fettsäuregehalt und eine gute Ausbeute der Samen hin ausgewählt. Nach der Ernte werden die Samen gereinigt, getrocknet und bei niedriger Temperatur, in der Regel unter 49 °C, gepresst. So entsteht ein dunkelgrünes, nussig schmeckendes Öl, das seinen vollen Nährwert behält.

Das native Hanföl aus erster Kaltpressung gilt als besonders hochwertig, weil es die natürlich enthaltenen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren sowie das Vitamin E bewahrt. Ein zu schnelles oder zu kräftiges Pressen erzeugt Hitze, die die mehrfach ungesättigten Fettsäuren zerstört und die typische smaragdgrüne Farbe verändert. Gute Ölmühlen nehmen daher lieber eine geringere Ausbeute in Kauf, um die Qualität zu sichern. Ergänzend zu reinen Speiseölen findet man bei La Boutique 420 auch geprüfte CBD-Produkte für das tägliche Wohlbefinden.

Welche Wirkung hat Hanföl auf Haut und Haare?

Für die Hautpflege ist dieses pflanzliche Öl besonders wertvoll, was seine wachsende Präsenz in natürlicher Kosmetik erklärt. Sein Fettsäureprofil macht es vor allem für trockene und empfindliche Haut geeignet.

Der größte Vorteil liegt im Gehalt an essenziellen Fettsäuren. Hanföl besteht zu rund 80 Prozent aus ungesättigten Fettsäuren, mit einem Omega-6-zu-Omega-3-Verhältnis von etwa 3:1, das für die Hautgesundheit als ideal gilt. Die Gamma-Linolensäure, mit 2 bis 4 Prozent enthalten, stärkt die Hautbarriere und hilft, Rötungen und Reizungen zu mildern.

Auf dem Gesicht spendet das Öl Feuchtigkeit, ohne einen fettigen Film zu hinterlassen, reguliert die Talgproduktion und wirkt entzündungshemmend. Menschen mit trockener Haut, Ekzemen oder Neurodermitis berichten bei regelmäßiger Anwendung häufig von einer spürbaren Linderung, auch wenn Hanföl keine medizinische Behandlung ersetzt. Natürliche Kosmetik mit CBD nutzt oft das Zusammenspiel von Hanfsamenöl und Cannabidiol, um die beruhigende Wirkung zu verstärken.

  • Tiefe Feuchtigkeitspflege ohne komedogene Wirkung (Komedogenität: 0)
  • Entzündungshemmende Eigenschaften durch Gamma-Linolensäure
  • Antioxidativer Schutz dank Vitamin E und Phytosterolen
  • Talgregulierung für Misch- und fettige Haut
  • Stärkung der Hautbarriere und weniger Feuchtigkeitsverlust über die Haut

Auch für die Haare ist Hanföl ein wertvoller Verbündeter. Die Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren dringen in die Haarfaser ein, stärken das Keratin und beugen Haarbruch vor, während Vitamin E vor oxidativem Stress durch UV-Strahlung, Umweltbelastung und Hitze schützt. Bei trockener oder gereizter Kopfhaut wirkt das Öl beruhigend und lindert trockene Schuppen. Als Ölkur vor der Haarwäsche oder als Serum in den Spitzen lässt es sich leicht in eine natürliche Haarpflege einbauen.

In der praktischen Anwendung reichen wenige Tropfen: Für das Gesicht wird das Öl abends auf die gereinigte Haut aufgetragen, für die Haare wird es als leichtes Serum in die feuchten Längen einmassiert. Da reines Hanföl schnell einzieht, hinterlässt es keinen schweren Film. Empfindliche Personen kombinieren es gern mit anderen Pflanzenölen, um die Textur an ihren Hauttyp anzupassen.

Wirkung von Hanföl auf die Haut und natürliche Hautpflege-Kosmetik

Hanföl in der Küche: Nährwerte, Omega-3 und Omega-6

Über die Kosmetik hinaus ist Hanföl ein hochwertiges Lebensmittel. Sein Lipidprofil macht es zu einem der ausgewogensten Pflanzenöle überhaupt. Das Omega-6-zu-Omega-3-Verhältnis von 3:1 entspricht den ernährungswissenschaftlichen Empfehlungen für die menschliche Ernährung.

Zusätzlich liefert es Alpha-Linolensäure (ALA), eine pflanzliche Omega-3-Fettsäure, die der Körper nicht selbst herstellen kann und über die Nahrung aufnehmen muss. Die folgende Übersicht fasst die wichtigsten Inhaltsstoffe zusammen:

BestandteilUngefährer GehaltHauptfunktion
Linolsäure (Omega-6)50 bis 60 %Hautbarriere, Immunsystem
Alpha-Linolensäure (Omega-3)15 bis 20 %Herz-Kreislauf, entzündungshemmend
Gamma-Linolensäure (GLA)2 bis 4 %Hormonhaushalt, Haut
Vitamin E (Tocopherole)~80 mg/100 gZellschutz, Antioxidans
Phytosterole~400 mg/100 gSenkung von LDL-Cholesterin

In der Küche wird Hanföl ausschließlich kalt verwendet, um seine Nährstoffe zu erhalten. Es passt zu Salaten, Dressings, gedünstetem Gemüse und Smoothies. Sein nussiger Geschmack mit einer frischen, krautigen Note verleiht Gerichten eine besondere Nuance. Zum Braten oder Frittieren ist es nicht geeignet, da hohe Temperaturen die essenziellen Fettsäuren zerstören und unerwünschte Verbindungen entstehen lassen.

Wer Hanföl gezielt in die Ernährung aufnehmen möchte, nimmt es meist morgens pur oder in kalten Gerichten ein. Viele Quellen empfehlen einen bis zwei Esslöffel pro Tag, doch die passende Menge hängt von der individuellen Ernährung ab und lässt sich nicht pauschal festlegen. Wichtig ist die regelmäßige, maßvolle Zufuhr, nicht die einmalige große Menge. Bei Fragen zur eigenen Ernährung oder zu bestehenden Beschwerden ist eine ärztliche oder ernährungswissenschaftliche Beratung sinnvoll.

Hanföl in der Küche und seine Nährwerte mit Omega-3 und Omega-6

Unterschied zwischen Hanföl und CBD-Öl

Beide Produkte werden häufig verwechselt, unterscheiden sich aber grundlegend in Herkunft, Zusammensetzung und Anwendung.

Hanföl, oder Hanfsamenöl, wird durch mechanisches Pressen aus den Samen gewonnen. Es enthält weder THC noch CBD noch nennenswerte Cannabinoide. Sein Wert liegt in seinem Nährstoffprofil aus Fettsäuren, Vitaminen und Mineralstoffen.

CBD-Öl dagegen wird durch Extraktion, etwa mit CO2 oder Ethanol, aus den Blüten und Blättern cannabidiolreicher Sorten gewonnen. Es enthält eine deutliche Konzentration an Cannabidiol sowie weitere Cannabinoide wie CBG oder CBN. Häufig wird das Extrakt anschließend in einem Trägeröl gelöst, das durchaus Hanfsamenöl sein kann, weshalb beide Begriffe leicht durcheinandergeraten. Wer beide Welten verbinden möchte, findet im Sortiment an CBD-Öl die passende Ergänzung zum reinen Speiseöl.

  • Hanfsamenöl stammt aus den Samen, CBD-Öl aus Blüten und Blättern
  • Das Öl aus den Samen enthält keine Cannabinoide, CBD-Öl ist reich daran
  • Ersteres dient der Ernährung und Kosmetik, Letzteres dem Wohlbefinden
  • Das eine schmeckt nussig, das andere pflanzlich und erdig
  • Beide sind in Deutschland und der EU frei verkäuflich

Haltbarkeit, Lagerung und Gegenanzeigen

Hanföl ist innerlich wie äußerlich in der Regel gut verträglich. Dennoch sind einige Hinweise sinnvoll. Wegen des hohen Anteils ungesättigter Fettsäuren ist es oxidationsempfindlich. Nach dem Öffnen sollte es im Kühlschrank stehen und innerhalb von etwa drei Monaten verbraucht werden. Ungeöffnet hält es sich rund 12 bis 18 Monate an einem kühlen, dunklen Ort.

Ein Hinweis zur Qualität: Ein ranziger Geruch oder eine bräunliche Verfärbung zeigen an, dass das Öl nicht mehr frisch ist. Prüfen Sie vor jeder Verwendung Farbe, Geruch und Haltbarkeitsdatum. Ein hochwertiges, frisches Hanföl riecht angenehm nussig und behält seine grüne Farbe.

Allergische Reaktionen sind selten, aber nicht ausgeschlossen. Wer auf Nüsse oder ölhaltige Samen allergisch reagiert, sollte vor der ersten kosmetischen Anwendung einen Hauttest in der Ellenbeuge machen. Menschen, die Blutgerinnungshemmer einnehmen, sprechen größere Mengen am besten mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt ab, da Omega-3-Fettsäuren das Blut leicht verdünnen können. Als Lebensmittel ist Hanföl in Deutschland frei erhältlich und rechtlich unbedenklich.

Gegenanzeigen und Hinweise zur richtigen Anwendung von Hanföl

Häufige Fragen zu Hanföl

Welche Wirkung hat Hanföl auf Haut und Gesundheit?

Die Wirkung von Hanföl beruht auf seinen essenziellen Fettsäuren, dem Vitamin E und der Gamma-Linolensäure. Es spendet der Haut Feuchtigkeit, wirkt entzündungshemmend und trägt in der Ernährung zu einer ausgewogenen Zufuhr von Omega-3 und Omega-6 bei. Ein Heilversprechen ist damit aber nicht verbunden.

Wofür ist Hanföl alles gut?

Hanföl wird in der kalten Küche, in der Hautpflege und in der Haarpflege eingesetzt. Es eignet sich für Salate, Dressings und Smoothies sowie als pflegendes Öl für trockene Haut und strapaziertes Haar.

Enthält Hanföl THC?

Nein, das aus den Samen gepresste Öl enthält weder THC noch CBD in nennenswerter Menge. Die Samen besitzen keine harzbildenden Drüsen, die für die Cannabinoidproduktion verantwortlich sind. Eine berauschende Wirkung ist ausgeschlossen.

Wie wird Hanföl richtig gelagert?

Nach dem Öffnen gehört Hanföl in einer dunklen, gut verschlossenen Flasche in den Kühlschrank und sollte innerhalb von etwa drei Monaten verbraucht werden. Ungeöffnet ist es kühl und lichtgeschützt rund 12 bis 18 Monate haltbar.

Kann man Hanföl täglich für die Haare verwenden?

Eine tägliche Anwendung auf den Spitzen ist möglich, ohne das Haar zu beschweren, da das Öl leicht ist und schnell einzieht. Für eine Ölkur auf Kopfhaut und Längen genügen ein bis zwei Anwendungen pro Woche.

Was ist der Unterschied zwischen Hanföl und Leinöl?

Beide sind reich an Omega-3, unterscheiden sich aber im Fettsäureverhältnis. Hanföl hat ein als optimal geltendes Omega-6-zu-Omega-3-Verhältnis von 3:1, während Leinöl stärker auf Alpha-Linolensäure konzentriert ist. Der nussige Geschmack macht Hanföl in der Küche vielseitiger.

Hanföl: ein vielseitiges Pflanzenöl aus dem Hanf

Hanföl zeigt beispielhaft, wie vielseitig die Hanfpflanze ist, deren Samen von der Ernährung bis zur Kosmetik reichen. Reich an Omega-3, Omega-6, Vitamin E und Gamma-Linolensäure verdient dieses pflanzliche Öl seinen Platz sowohl in der Küche als auch im Badezimmer. Ob Sie sich für seine Wirkung auf Haut, Haare oder die Ernährung interessieren, es bündelt das Beste, was der Hanf zu bieten hat. So wird aus einem einfachen Speiseöl ein vielseitiger Begleiter für Küche und Pflege, der ganz ohne berauschende Wirkung auskommt.

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