Cannabaceae: die Hanfgewächse und ihre botanische Familie

Kategorien : Botanik und Biologie
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Der Begriff Hanfgewächse taucht in jedem botanischen Nachschlagewerk auf, doch nur wenige Anbauinteressierte wissen, wie weit diese Familie tatsächlich reicht. Die Cannabaceae umfassen etwa elf Gattungen mit rund 170 Arten, darunter den Hopfen der Brauereien und mehrere unscheinbare tropische Bäume. Wer den Platz von Cannabis innerhalb der Hanfgewächse versteht, sieht die Pflanze in einem evolutionären Zusammenhang, der Millionen Jahre zurückreicht. Für alle, die sich mit der Genetik von Cannabis-Samen beschäftigen, macht dieser botanische Blick die bewahrte Vielfalt jeder Sorte erst greifbar.

Kurz gefasst: Die Familie der Hanfgewächse zählt rund zehn bis elf Gattungen, etwa 170 Arten und ist auf vier Kontinenten verbreitet. Hanf und Hopfen sind ihre bekanntesten Mitglieder, doch neben ihnen stehen Zürgelbäume, tropische Gehölze und endemische Arten aus China. Die heutige Einordnung beruht auf DNA-Analysen und stellt die Cannabaceae in die Ordnung der Rosales, also in die Nachbarschaft von Rosen, Äpfeln und Erdbeeren.

Was sind die Hanfgewächse (Cannabaceae)?

Die Hanfgewächse sind eine Familie von Blütenpflanzen aus der Ordnung der Rosales, derselben Ordnung wie Rosen, Apfelbäume oder Erdbeeren. Taxonomisch handelt es sich um zweikeimblättrige Arten, die mehrere Merkmale teilen: gesägte Blattränder, eingeschlechtige Blüten und Windbestäubung. Die aktuelle Klassifikation der Cannabaceae fasst rund 170 Arten in zehn bis elf Gattungen zusammen, je nach wissenschaftlicher Quelle.

Ihren Namen verdankt die Familie der Gattung Cannabis, doch diese stellt nur einen kleinen Ausschnitt der tatsächlichen Vielfalt dar. Moderne phylogenetische Studien auf DNA-Basis haben mehrere Gattungen, die früher zu den Ulmengewächsen (Ulmaceae) gezählt wurden, den Hanfgewächsen zugeordnet. Heute stehen einjährige Kräuter wie Hanf, ausdauernde Schlingpflanzen wie Hopfen und sogar tropische Bäume nebeneinander in einer Familie. Hinter dieser morphologischen Bandbreite steckt eine echte genetische Verwandtschaft, sichtbar im Blütenbau und in gemeinsamen molekularen Markern.

Für die Praxis bedeutet das: Wer eine Sorte anbaut, arbeitet mit dem Erbe einer Familie, die sich über Asien, Afrika, Amerika und Europa entfaltet hat. Jedes Saatgut trägt einen Ausschnitt dieses botanischen Erbes in sich.

Welche Gattungen gehören zu den Hanfgewächsen?

Die Familie versammelt rund ein Dutzend Gattungen, von denen die meisten kaum bekannt sind. Neben Hanf und Hopfen gehören mehrere Baumgattungen dazu. Wer heute mit feminisierten Sorten arbeitet, greift dabei auf Hunderte Kultivare zurück, die alle aus einem einzigen Ast dieses weit verzweigten Stammbaums hervorgegangen sind.

Diese Gattungen werden in der aktuellen Systematik anerkannt:

  • Cannabis: die zentrale Gattung mit Cannabis sativa und ihren Unterarten, ursprünglich aus Zentralasien.
  • Humulus: der Hopfen, eine ausdauernde Schlingpflanze, in Europa seit dem Mittelalter fest mit dem Bierbrauen verbunden.
  • Celtis: die Zürgelbäume, sommergrüne Bäume im Mittelmeerraum, in Asien und in Nordamerika.
  • Trema: schnellwüchsige Bäume der tropischen und subtropischen Feuchtwälder.
  • Pteroceltis: eine monotypische Gattung, endemisch in China, Rohstoff für das traditionelle Xuan-Papier.
  • Aphananthe: asiatische und afrikanische Bäume mit dichtem Holz, teils in der Tischlerei genutzt.
  • Gironniera: tropische Gattung aus Südostasien und Ozeanien, Bewohner dichter Wälder.
  • Lozanella: Sträucher der tropischen Wälder Mittel- und Südamerikas, botanisch wenig untersucht.
  • Chaetachme: eine afrikanische Gattung, verbreitet vom Sudan bis nach Südafrika.

Diese geografische Streuung zeigt, wie weit sich die Hanfgewächse ausgebreitet haben. Forscher gehen davon aus, dass der gemeinsame Vorfahre dieser Gattungen mehr als 50 Millionen Jahre zurückliegt, in einer Zeit mit völlig anderer Verteilung der Landmassen. Die spätere Trennung erlaubte jeder Gattung eigene Anpassungen, während die molekulare Signatur der Familie erhalten blieb.

Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Gattungen, ihre ungefähre Artenzahl und ihre Hauptverbreitung zusammen.

GattungArtenzahlHauptverbreitung
Celtisrund 75gemäßigt und tropisch, weltweit
Tremarund 15tropisch: Asien, Afrika, Amerika
Aphanantherund 5Ostasien, Madagaskar, Australien
Cannabis3 UnterartenZentralasien, weltweit kultiviert
Humulus3gemäßigte Nordhalbkugel
Gironniera6Südostasien, Ozeanien
Pteroceltis1Zentralchina

Das Diversitätszentrum der Hanfgewächse liegt eindeutig in Asien: Dort finden sich sowohl die Urheimat der Gattung Cannabis als auch endemische Gattungen wie Pteroceltis. Amerika und Afrika beherbergen vor allem Vertreter von Celtis und Trema, ein Hinweis auf frühe Wanderungen über heute verschwundene Landbrücken.

Vielfalt der Gattungen der Hanfgewächse: Hopfen, Cannabis und Zürgelbaum

Warum gehört der Hopfen zu den Hanfgewächsen?

Der Hopfen, botanisch Humulus lupulus, teilt mit Hanf weit mehr als nur die Familienzugehörigkeit. Beide Pflanzen zeigen eine offensichtliche Verwandtschaft: handförmig gelappte Blätter, auffällige weibliche Blütenstände und strikte Zweihäusigkeit. Diese Ähnlichkeit ist kein Zufall der Evolution, sondern das Ergebnis eines gemeinsamen genetischen Erbes.

Mehrere Befunde stützen die Einordnung. Vergleichende DNA-Analysen zeigen, dass Cannabis und Humulus die beiden am engsten verwandten Gattungen der Familie sind. Die weiblichen Blüten beider Pflanzen bilden Drüsenstrukturen, die aromatische Harze mit gemeinsamen Terpenen absondern, etwa Myrcen, Humulen oder Beta-Caryophyllen.

Diese chemische Verwandtschaft erklärt, warum Brauer und Kenner zwischen einem stark gehopften Bier und bestimmten Cannabis-Sorten ähnliche Aromanoten wahrnehmen. Humulen, das Leitterpen des Hopfens, findet sich auch in zahlreichen bekannten Kultivaren. Molekulare Schätzungen datieren die Trennung der beiden Gattungen auf rund 27 Millionen Jahre, doch die gemeinsame biochemische Handschrift blieb erhalten. Wer diese Parallele kennt, betrachtet auch selbstblühende Sorten mit einem anderen, botanisch geschulten Blick.

Auch morphologisch fällt die Nähe auf: gelappte Blätter mit drei bis fünf Abschnitten, dichte weibliche Blütenstände in Zapfen- oder Traubenform und getrennte männliche und weibliche Pflanzen. Diese Zweihäusigkeit ist unter Blütenpflanzen selten und gilt als Familienmerkmal. Der Hopfen wächst windend, Hanf dagegen aufrecht, doch beide zeigen eine bemerkenswerte Wuchskraft und passen sich sehr unterschiedlichen Klimazonen an.

Wie hat sich die Taxonomie der Cannabaceae entwickelt?

Die Klassifikationsgeschichte der Hanfgewächse ist eine Kette von Revisionen, die im 18. Jahrhundert beginnt. Carl von Linné ordnete Hanf und Hopfen zunächst den Brennnesselgewächsen (Urticaceae) zu, gestützt auf oberflächliche Merkmale wie Blütenform und krautigen Wuchs. Diese Sicht hielt sich über ein Jahrhundert.

Im 19. Jahrhundert erkannten mehrere Botaniker, dass die Gruppe eine eigene Familie verdient. Formell begründet wurde die Familie Cannabaceae 1886 von August Wilhelm Eichler. Lange enthielt sie nur zwei Gattungen, Cannabis und Humulus, und galt damit als eine der kleinsten anerkannten Pflanzenfamilien. Die übrigen Gattungen standen bei den Ulmaceae.

Die molekulare Wende der 1990er und 2000er Jahre hat das Bild grundlegend verändert. Phylogenetische Analysen der Chloroplasten-DNA belegten, dass Gattungen wie Celtis, Trema und Pteroceltis näher mit Hanf verwandt sind als mit den Ulmen. Sie wurden daher zu den Hanfgewächsen gestellt, die so von zwei auf rund elf Gattungen anwuchsen.

Maßgeblich ist heute das System der Angiosperm Phylogeny Group. APG III (2009) und APG IV (2016) haben die erweiterte Fassung der Cannabaceae innerhalb der Rosales bestätigt, und internationale Datenbanken wie die World Flora Online sind ihr gefolgt. Ältere Lehrbücher führen mitunter noch die alte, auf zwei Gattungen beschränkte Fassung, doch wissenschaftlich gilt die erweiterte Familie als Konsens. Diese Dynamik zeigt: Botanische Ordnung ist nie endgültig, sie wächst mit den genetischen Erkenntnissen.

Taxonomische Geschichte der Hanfgewächse und ihre botanische Klassifikation

Welche botanischen Merkmale teilen die Hanfgewächse?

Jenseits der Molekularbiologie verbindet die Cannabaceae eine Reihe sichtbarer Merkmale, die ihre Zusammenfassung rechtfertigen. Botaniker sprechen von der Signatur der Familie, vererbt vom gemeinsamen Vorfahren, der vor mehreren Jahrmillionen in Eurasien lebte.

Zu den wichtigsten gemeinsamen Merkmalen zählen:

  • Blätter an der Basis gegenständig, weiter oben wechselständig, häufig handförmig gelappt und stets mit gesägtem Blattrand.
  • Kleine, unscheinbare, eingeschlechtige Blüten ohne auffällige Blütenblätter, typisch für Windbestäubung.
  • Häufige Zweihäusigkeit (diözisch), also getrennte männliche und weibliche Pflanzen derselben Art.
  • Nebenblätter (Stipeln) am Blattgrund, die oft früh abfallen.
  • Trockenfrüchte, je nach Gattung Nussfrüchte oder Steinfrüchte, verbreitet durch Wind oder Vögel.

Nicht jede Art zeigt alle Merkmale, doch ihre wiederkehrende Kombination erlaubt eine recht zuverlässige Zuordnung im Gelände. Besonders der Blütenbau bleibt das trennschärfste Kriterium; die genaue phylogenetische Position wird anschließend per DNA-Analyse bestätigt.

Welche Cannabis-Arten gehören zu den Cannabaceae?

Die Gattung Cannabis wird traditionell in drei Unterarten oder Arten gegliedert, je nach taxonomischer Schule. Die Einteilung bleibt umstritten, strukturiert aber das botanische Verständnis und die moderne Sortenzüchtung. Alle drei gehören zur Familie der Hanfgewächse und teilen den Großteil ihres Erbguts.

  • Cannabis sativa: 1753 von Linné beschrieben, aus äquatorialen Regionen Asiens, Afrikas und Lateinamerikas. Schlanker Wuchs, schmale Blätter, langer Zyklus.
  • Cannabis indica: 1785 von Lamarck anhand indischer Exemplare beschrieben, kompakter, mit breiten Blättern und kürzerem, an Gebirgsklima angepasstem Zyklus.
  • Cannabis ruderalis: 1924 von Janischewsky beschrieben, aus Russland und Zentralasien, kleinwüchsig, mit einer von der Photoperiode unabhängigen Blüte.

Manche Botaniker sehen darin Unterarten einer einzigen Art Cannabis sativa, andere halten an drei eigenständigen Arten fest. Neuere Genomanalysen sprechen für unterschiedliche Genpools und stützen damit die Beibehaltung der drei Kategorien, sowohl taxonomisch als auch für die Züchtung.

Praktisch wirkt sich diese Dreiteilung direkt auf den Anbau aus: Von der Keimung über die Lichtführung bis zur Blütezeit und zur Ernte verhalten sich die Linien unterschiedlich. Photoperiodische Sorten brauchen eine Umstellung der Beleuchtung, selbstblühende Linien mit Ruderalis-Anteil blühen zeitgesteuert. Die Auswahl bei CBD-reichen Genetiken zeigt, wie gezielt Züchter einzelne chemische Profile aus diesen Ursprungslinien herausgearbeitet haben.

Der Eigenanbau durch Volljährige unterliegt in Deutschland den Regelungen des Cannabisgesetzes (CanG). Informieren Sie sich über die jeweils aktuellen rechtlichen Bestimmungen in Ihrem Wohnsitzland.

Stammbaum der Familie Cannabaceae: Cannabis, Humulus, Celtis und Trema

Wofür werden Hanf und Hopfen genutzt?

Die beiden bekanntesten Gattungen der Familie sind zugleich ihre wichtigsten Nutzpflanzen. Hopfen liefert die weiblichen Dolden, die dem Bier Bitterkeit und Aroma geben; in Deutschland ist die Hallertau eines der größten Anbaugebiete der Welt. Nutzhanf wird dagegen vor allem für Fasern, Samen und Öl angebaut, mit Anwendungen von Textilien über Dämmstoffe bis zu Lebensmitteln. Nutzhanf-Sorten sind gesetzlich auf einen sehr niedrigen THC-Gehalt begrenzt und dienen nicht dem Konsum.

Bei Cannabis als Kulturpflanze steht die weibliche Blüte im Mittelpunkt der Züchtung. Aus ihr stammen die Harzdrüsen mit Cannabinoiden und Terpenen, deren Profil je nach Sorte stark variiert. Auch CBD-Blüten aus zertifizierten Sorten beruhen auf dieser Selektionsarbeit, mit dem Ziel eines hohen CBD-Anteils bei sehr niedrigem THC-Gehalt. Aussagen zu gesundheitlichen Wirkungen bleiben Sache der Forschung und ärztlicher Beratung.

Die Zürgelbäume und tropischen Gattungen spielen wirtschaftlich eine kleinere Rolle, liefern aber Holz, Papierrohstoff und Früchte. Pteroceltis tatarinowii etwa ist die Grundlage des chinesischen Xuan-Papiers, das seit Jahrhunderten für Kalligrafie verwendet wird.

Gibt es Cannabinoide auch außerhalb der Hanfgewächse?

Phytocannabinoide galten lange als exklusives Merkmal von Cannabis. Inzwischen wurden sie auch bei Pflanzen außerhalb der Familie nachgewiesen, was die Vorstellung einer chemischen Alleinstellung relativiert und neue Fragen für die Pharmakognosie aufwirft.

Zu den bekannten Beispielen zählen:

  • Helichrysum umbraculigerum: eine südafrikanische Korbblütlerart, die laut italienischen Studien aus den 2010er Jahren nennenswerte Mengen CBG bildet.
  • Radula marginata: ein neuseeländisches Lebermoos, das Perrottetinen synthetisiert, ein strukturelles Analogon von THC, 2018 beschrieben.
  • Echinacea: mehrere Arten enthalten N-Alkylamide, die mit Cannabinoid-Rezeptoren interagieren, ohne im engeren Sinn Cannabinoide zu sein.

Diese Funde stellen die zentrale Rolle der Cannabaceae nicht infrage, zeigen aber, dass die Evolution mehrfach zu ähnlich wirksamen Molekülen geführt hat. Der Hopfen selbst bildet kein THC, teilt mit Hanf jedoch Terpene wie Humulen, ein weiteres Echo der gemeinsamen Herkunft. Die Forschung zur Biosynthese von Cannabinoiden außerhalb der Familie läuft weiter und hält das Thema wissenschaftlich lebendig.

Häufige Fragen zu den Hanfgewächsen

Welche Merkmale haben Pflanzen der Familie der Hanfgewächse?

Typisch sind gesägte, oft handförmig gelappte Blätter, kleine eingeschlechtige Blüten ohne auffällige Blütenblätter, Windbestäubung und meist Zweihäusigkeit, also getrennte männliche und weibliche Pflanzen. Hinzu kommen Nebenblätter am Blattgrund sowie Nuss- oder Steinfrüchte.

Sind Hanf und Hopfen verwandt?

Ja. Cannabis und Humulus sind innerhalb der Hanfgewächse die beiden am engsten verwandten Gattungen. Sie teilen Zweihäusigkeit, harzbildende Drüsen an den weiblichen Blüten und gemeinsame Terpene wie Humulen und Myrcen. Ihre Linien trennten sich vor schätzungsweise 27 Millionen Jahren.

Wie viele Arten umfasst die Familie Cannabaceae?

Rund 170 Arten in etwa elf Gattungen. Allein die Gattung Celtis stellt über 70 Arten, während Cannabis offiziell drei Unterarten umfasst. Die Zahl verschiebt sich mit jeder taxonomischen Revision und mit neuen Funden im tropischen Asien.

Wofür wird Nutzhanf verwendet?

Nutzhanf wird vor allem für Fasern, Samen und Öl angebaut: Textilien, Seile, Dämmstoffe, Papier sowie Lebensmittel aus Hanfsamen. Die zugelassenen Sorten sind gesetzlich auf einen sehr niedrigen THC-Gehalt beschränkt.

Was ist der Unterschied zwischen Cannabaceae und Ulmaceae?

Die Ulmaceae umfassen die Ulmen und ihre nächsten Verwandten, die Cannabaceae dagegen Hanf, Hopfen und mehrere früher den Ulmaceae zugerechnete Gattungen. Molekulare Analysen der 2000er Jahre zeigten, dass Celtis und Trema näher mit Cannabis verwandt sind als mit den echten Ulmen.

Wie spricht man Cannabaceae aus?

Im Deutschen ist die Aussprache "kan-na-ba-tse-e" üblich, mit vier Silben und Betonung auf der dritten. Im Alltag wird meist schlicht von Hanfgewächsen gesprochen, dem deutschen Namen der Familie.

Die Hanfgewächse als botanisches Erbe des Hanfs

Die Cannabaceae sind weit mehr als die Familie einer einzigen Pflanze. Vom europäischen Hopfen über die Zürgelbäume bis zu den asiatischen Harthölzern steht diese Familie für viele Millionen Jahre gemeinsamer Entwicklung. Wer eine Sorte auswählt, keimen lässt und bis zur Ernte begleitet, arbeitet mit einem Ausschnitt dieses Erbes. Das botanische Verständnis der Hanfgewächse macht die genetische Vielfalt sichtbar, die Züchter über Jahrzehnte bewahrt und weiterentwickelt haben.

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