Herzgespann (Leonurus cardiaca): Wirkung, Nebenwirkungen, Standort und Unterschiede zum Chinesischen Herzgespann
Das Herzgespann (Leonurus cardiaca), auch Echtes Herzgespann genannt, ist eine mehrjährige Staude aus der Familie der Lippenblütler und damit eine Verwandte von Minze und Salbei. Man erkennt die Pflanze an ihrem vierkantigen Stängel, an den handförmig gelappten Blättern und an den kleinen rosa Blüten, die in Etagen übereinander sitzen. Seit Jahrhunderten gilt sie in der Volksheilkunde als „Pflanze des Herzens“.
Dieser Ratgeber fasst alles Wichtige zusammen: Botanik, Herkunft der Namen, Inhaltsstoffe, die zugeschriebene Herzgespann-Wirkung, echte Risiken, Standort und Anbau im Garten sowie die Unterschiede zum Chinesischen Herzgespann und zum afrikanischen Löwenohr. Wer gern mit Kräutern gärtnert, findet das Herzgespann botanisch in direkter Nachbarschaft zu Thymian, Melisse und Basilikum, also bei unseren Samen aromatischer Lippenblütler.
Kurz gesagt: Leonurus cardiaca ist eine Ruderalpflanze Europas und Asiens, für die es eine europäische Monografie zur traditionellen Anwendung gibt, die aber in klinischen Studien bisher kaum untersucht wurde. Dieser Zwischenstatus erklärt das Interesse an der Pflanze und zugleich die Vorsicht, die sie verlangt.
Was ist Herzgespann (Leonurus cardiaca)?
Das Herzgespann ist eine krautige, ausdauernde Pflanze der Gattung Leonurus innerhalb der großen Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Zu dieser Familie gehören viele bekannte Duftpflanzen wie Minze, Lavendel, Rosmarin, Salbei und Melisse. Wie diese besitzt die Pflanze einen vierkantigen Stängel, gegenständige Blätter und zweilippige Blüten. Sie duftet allerdings deutlich schwächer, weil sie nur sehr wenig ätherisches Öl enthält.
Der wissenschaftliche Name lautet Leonurus cardiaca L., beschrieben von Linné im Jahr 1753. Im Englischen heißt die Pflanze motherwort. Je nach Flora stammt sie aus dem gemäßigten Asien und aus Südosteuropa. Später hat sie sich in ganz Europa eingebürgert und gelangte mit den Siedlern bis nach Nordamerika.
Ökologisch ist das Echte Herzgespann eine Ruderalart: Es liebt offene, stickstoffreiche Böden. Man findet es an alten Mauern, auf Schuttplätzen, an Hecken, Wegrändern und rund um alte Bauernhöfe. Diese Nähe zum Menschen ist kein Zufall. Über Jahrhunderte wurde die Pflanze in Klostergärten und Bauerngärten gepflegt und ist von dort in Brachflächen ausgewildert.
Woher kommt der Name Herzgespann und welche anderen Namen gibt es?
Der deutsche Name geht auf das alte Wort „Herzgespann“ für Beklemmungen in der Herzgegend zurück, also für ein Gefühl, als sei das Herz „eingespannt“. Die Pflanze wurde traditionell genau gegen solche Beschwerden eingesetzt und hat den Namen der Beschwerde übernommen. Im Französischen heißt sie agripaume, ein Name, der vermutlich auf das lateinische palma (Handfläche) anspielt und die handförmigen Blätter beschreibt.
Der Gattungsname Leonurus ist griechisch: leon bedeutet Löwe, oura Schwanz. Die Botaniker der Renaissance sahen im langen, mit stacheligen Blütenquirlen besetzten Blütenstand einen aufgerichteten Löwenschwanz. Das Artepitheton cardiaca verweist auf das Herz. Der englische Name motherwort, wörtlich „Mutterkraut“, erinnert an die frühere Verwendung rund um Geburt und weiblichen Zyklus.
Im deutschen Sprachraum kennt man die Pflanze unter mehreren Volksnamen:
- Echtes Herzgespann, der gängige Name in Floren und Apotheken.
- Löwenschwanz, die direkte Übersetzung des griechischen Gattungsnamens.
- Herzheil oder Herzkraut, alte Namen, die die Herztradition betonen.
- Wolfstrapp, ein regionaler Name, der heute eher für andere Lippenblütler verwendet wird.
Der Name Löwenschwanz sorgt für Verwirrung. Im südlichen Afrika heißt ein anderer Lippenblütler, Leonotis leonurus, ebenfalls Löwenschwanz oder Löwenohr. Sein Artname leonurus verstärkt das Durcheinander, obwohl es sich um eine völlig andere Gattung handelt. Wer sich mit seltenen und exotischen Pflanzensamen beschäftigt, weiß deshalb: Nur der botanische Name ist ein verlässlicher Anhaltspunkt und trennt die europäische Pflanze sicher von ihren Namensvettern.

Wie erkennt man Herzgespann in der Natur?
Die Pflanze lässt sich anhand weniger Merkmale gut bestimmen. Sie wird etwa 50 cm bis 1,50 m hoch und hat einen hohlen, vierkantigen Stängel, der sich oft rötlich oder violett färbt. Die Blätter verändern entlang des Stängels ihre Form: Die unteren sind breit und handförmig mit drei bis fünf Lappen, die oberen werden schmal und fast lanzettlich.
Die Blüten erscheinen von Juni bis September. Sie sind klein, etwa einen Zentimeter lang, blassrosa bis lila und sitzen in etagenartigen Quirlen in den Achseln der oberen Blätter. Die Oberlippe der Krone ist weiß behaart, was man mit der Lupe gut erkennt. Der Kelch trägt fünf steife, stechende Zähne: Nach der Blüte fühlt sich der Stängel regelrecht stachelig an.
| Pflanzenteil | Merkmal | Unterscheidungshilfe |
|---|---|---|
| Stängel | Vierkantig, hohl, aufrecht, oft rötlich | Höher und steifer als die meisten wilden Lippenblütler |
| Grundblätter | Handförmig, 3 bis 5 spitze, gezähnte Lappen | Form einer geöffneten Hand |
| Obere Blätter | Schmal, dreilappig oder ungeteilt | Deutlicher Kontrast zu den unteren Blättern |
| Blüten | Blassrosa bis lila, in Quirlen, Oberlippe behaart | Etagenblüte von Juni bis September |
| Kelch und Frucht | Fünf stachelige Zähne, vier dreikantige Nüsschen | Stachelige Stängel nach der Blüte |
Die Frucht ist typisch für Lippenblütler: eine Klausenfrucht aus vier kleinen, dreikantigen Nüsschen am Grund des Kelchs. Diese braunen Samen sind zwei bis drei Millimeter groß und sichern das Überleben der Art auf Brachflächen.
Ist das Echte Herzgespann bienenfreundlich? Ja, Bienen und Hummeln besuchen die Blüten sehr gern, weshalb die Pflanze gut zu insektenfreundlichen Blumensamen passt. Imker schätzen sie als Bienenweide im Hochsommer. Häufige Verwechslungen betreffen die Schwarznessel (Ballota nigra) und den Gewöhnlichen Andorn (Marrubium vulgare), zwei Lippenblütler derselben Standorte. Ihre Blätter bleiben rundlich und nie handförmig. Das handförmige Grundblatt verrät die Art also auf den ersten Blick.
Herzgespann im Garten: Standort und Anbau
Wer die Pflanze selbst beobachten möchte, holt sie am besten in den Kräutergarten. Der ideale Herzgespann-Standort ist sonnig bis halbschattig, mit durchlässigem, eher nährstoffreichem Boden. Staunässe verträgt die Staude schlecht, einen trockenen Sommer dagegen gut. Die Staude ist winterhart und übersteht auch strenge Fröste ohne Schutz.
- Aussaat im Frühjahr oder Herbst, direkt ins Freiland oder in Töpfe mit lockerer Anzuchterde.
- Genügend Abstand einplanen, da die Pflanze über einen Meter hoch und recht ausladend wird.
- Kaum Pflege nötig: gelegentlich wässern, keine starke Düngung.
- Verblühte Stängel bei Bedarf zurückschneiden, sonst sät sich die Pflanze reichlich selbst aus.
- Beim Schneiden Handschuhe tragen, denn die Kelche sind stachelig.
Im Bauerngarten fügt sich die Staude gut zwischen Salbei, Melisse und Minze ein. Für Insekten ist sie ein wertvoller Sommerblüher, für Gärtnerinnen und Gärtner ein dankbares Anschauungsobjekt, an dem sich der Bau eines Lippenblütlers vom Vierkantstängel bis zur Klausenfrucht verfolgen lässt.
Welche Inhaltsstoffe enthält Herzgespann?
Untersucht wird vor allem das Kraut, also die oberirdischen Teile, die zu Beginn der Blüte geerntet werden. Phytochemische Analysen haben darin mehrere Stoffgruppen nachgewiesen. Keine davon dominiert allein, was die Erforschung schwieriger macht als bei einer Pflanze mit einem einzigen Hauptwirkstoff.
- Iridoide wie Ajugol, Ajugosid oder Harpagid, Bitterstoffe, die bei Lippenblütlern häufig vorkommen.
- Diterpene vom Labdan-Typ, darunter Leocardin, typisch für die Gattung Leonurus.
- Flavonoide, vor allem Quercetin-Derivate wie Rutin und Hyperosid.
- Phenylpropanoide wie Verbascosid und Lavandulifoliosid, die auf antioxidative Eigenschaften untersucht werden.
- Alkaloide, vor allem Stachydrin, und je nach Quelle geringe Spuren von Leonurin.
Das Leonurin verdient eine Klarstellung. Dieses kleine Alkaloid wurde vor allem im Chinesischen Herzgespann, Leonurus japonicus, isoliert und erforscht. Manche Produktbeschreibungen schreiben es trotzdem der europäischen Art als Hauptwirkstoff zu. Veröffentlichte Analysen zeigen dagegen, dass es in Leonurus cardiaca fehlt oder nur in Spuren vorkommt. Ergebnisse zum chinesischen Leonurin auf L. cardiaca zu übertragen, ist daher ein häufiger Fehler.
Cannabinoide enthält die Pflanze nicht. Stoffe wie CBD sind eine molekulare Signatur des Hanfs, wie man sie in Hanfextrakten mit Cannabidiol findet, und kommen bei Lippenblütlern nicht vor.

Welche Wirkung wird Herzgespann zugeschrieben?
Die zugeschriebene Wirkung stammt zunächst aus der Volksheilkunde. In Europa wurde die Pflanze über Jahrhunderte mit einem Herzen in Verbindung gebracht, das bei Aufregung „aus dem Takt gerät“, außerdem mit Nervosität und Frauenleiden. Im 17. Jahrhundert beschrieb der englische Kräuterkundige Nicholas Culpeper sie als eines der besten Mittel gegen die Schwermut des Herzens. Diese alten Anwendungen brachten ihr den Beinamen cardiaca ein.
Heute gibt es eine Monografie der Europäischen Arzneimittel-Agentur zum Herzgespannkraut. Sie erkennt eine traditionelle Anwendung bei nervöser Anspannung und nervös bedingtem Herzklopfen an, nachdem ernsthafte Herzerkrankungen ärztlich ausgeschlossen wurden. In Deutschland hatte bereits die Kommission E das Kraut bei nervösen Herzbeschwerden positiv bewertet. Dieser Status beruht auf der langen dokumentierten Verwendung, nicht auf klinischen Studien, die eine Wirksamkeit belegen. Herzgespann-Tee, Tropfen oder Tabletten sind entsprechend als traditionelle Präparate einzuordnen.
In der Forschung haben einige Labor- und Tierversuche eine Wirkung von Extrakten auf bestimmte Ionenkanäle von Herzzellen sowie eine antioxidative Aktivität beobachtet. Studien am Menschen sind selten, klein und methodisch begrenzt. Keine belastbare Untersuchung zeigt, dass die Pflanze eine Krankheit verhindert oder heilt, auch wenn manche Webseiten das nahelegen.
Die Lage erinnert an medizinisches Cannabis, dessen Erforschung lange durch die Gesetzeslage gebremst wurde. Wer sich für CBD-reiche Heilpflanzen-Genetiken interessiert, kennt diese Lücke zwischen Ruf und wissenschaftlichem Nachweis. In beiden Fällen ist es am ehrlichsten, die überlieferte Anwendung, Hinweise aus dem Labor und gesicherte klinische Ergebnisse klar zu trennen.
Ist Herzgespann gefährlich? Nebenwirkungen und Vorsicht
Die Pflanze ist keine Giftpflanze im toxikologischen Sinn. Sie gehört nicht zu den tödlichen Pflanzen wie Fingerhut, Eisenhut oder Oleander, die starke Herzgifte enthalten. Ihre Risiken liegen eher in Gegenanzeigen und möglichen Wechselwirkungen, die in den offiziellen Monografien beschrieben sind.
Regulierungsbehörden und medizinische Quellen nennen vor allem folgende Vorsichtsmaßnahmen:
- In der Schwangerschaft gilt eine klare Gegenanzeige, weil der Pflanze traditionell eine anregende Wirkung auf die Gebärmutter nachgesagt wird.
- Für Stillzeit und Kinder fehlen Daten, weshalb die Behörden davon abraten.
- Wer Gerinnungshemmer oder Thrombozytenaggregationshemmer einnimmt, sollte ärztlichen Rat einholen, da eine Wechselwirkung möglich erscheint.
- Dieselbe Vorsicht gilt bei Herzmedikamenten, Blutdrucksenkern und Beruhigungsmitteln.
- Nach längerem Kontakt mit der frischen Pflanze wurden Hautreaktionen und Lichtempfindlichkeit beschrieben.
Die wichtigste Regel bleibt einfach: Herzklopfen oder ungewöhnlicher Blutdruck gehören immer zuerst ärztlich abgeklärt. Das größte Risiko besteht darin, eine Diagnose hinauszuzögern, weil man sich auf den Ruf der Pflanze verlässt.

Herzgespann, Chinesisches Herzgespann und Löwenohr im Vergleich
Die Gattung Leonurus umfasst rund zwanzig Arten, und mehrere sehr unterschiedliche Pflanzen teilen sich den Beinamen Löwenschwanz. Drei davon werden in populären Artikeln regelmäßig verwechselt. Die Vergleichstabelle zeigt, was sie unterscheidet.
| Pflanze | Botanischer Name | Herkunft | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Echtes Herzgespann | Leonurus cardiaca | Europa und gemäßigtes Asien | Mehrjährig, blassrosa Blüten, europäische Herztradition |
| Chinesisches Herzgespann | Leonurus japonicus | Ostasien | Ein- bis zweijährig, Quelle des Leonurins, chinesische Arzneibuchpflanze |
| Sibirisches Herzgespann | Leonurus sibiricus | Sibirien, Mongolei, Nordchina | In Lateinamerika eingebürgert, dort „marihuanilla“ genannt |
| Löwenohr | Leonotis leonurus | Südafrika | Andere Gattung, große orange Blüten, auch Wild Dagga genannt |
Das Chinesische Herzgespann heißt in China yimucao, wörtlich „Kraut, das den Müttern guttut“. Es steht seit Jahrhunderten im offiziellen chinesischen Arzneibuch, vor allem für die traditionelle Frauenheilkunde. Auf ihm beruht der Großteil der Leonurin-Forschung. Diese exotischen Pflanzenarten aus Asien ähneln der europäischen Art, unterscheiden sich aber deutlich in Chemie und Lebenszyklus.
Die sibirische Verwandte ist für Hanf-Interessierte erwähnenswert. In Mexiko und Chile eingebürgert, trägt sie dort wegen ihrer gelappten Blätter den Spitznamen „marihuanilla“, kleines Marihuana. Dieser Volksname beruht auf keinerlei botanischer oder chemischer Verwandtschaft mit Cannabis.
Herzgespann und Cannabis: der rechtliche Rahmen
Herzgespann und Hanf sind nicht miteinander verwandt. Hanf gehört zur Familie der Hanfgewächse (Cannabaceae), Leonurus zu den Lippenblütlern. Gemeinsam ist beiden nur, dass sie seit langem in der Volksheilkunde auftauchen und deshalb manchmal in denselben Kräuterbüchern stehen. Wer neben Kräutern auch Hanf im eigenen Garten anbauen möchte, sollte die geltenden Regeln kennen.
Der Eigenanbau durch Volljährige unterliegt in Deutschland den Regelungen des Cannabisgesetzes (CanG). Informieren Sie sich über die jeweils aktuellen rechtlichen Bestimmungen in Ihrem Wohnsitzland.

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Häufige Fragen zum Herzgespann
Welche Wirkung hat Herzgespann auf den Blutdruck?
Manche Kräuterquellen behaupten eine blutdrucksenkende Wirkung, und die europäische Monografie nennt nervös bedingtes Herzklopfen. Die klinischen Daten reichen jedoch nicht aus, um eine Wirkung auf den Blutdruck zu belegen. Bluthochdruck gehört in ärztliche Behandlung.
Wie hoch wird das Herzgespann?
Das Echte Herzgespann erreicht meist 50 cm bis 1,50 m. Je nach Standort und Boden bleibt es kleiner oder wird zu einer kräftigen, aufrechten Staude.
Ist das Echte Herzgespann bienenfreundlich?
Ja. Bienen und Hummeln fliegen die Blüten von Juni bis September an. Imker schätzen die Pflanze als Bienenweide im Hochsommer.
Wo kann man ein Herzgespann finden?
Vor allem in der Nähe von Siedlungen: an alten Mauern, Hecken, Schuttplätzen, Wegrändern und auf stickstoffreichen Brachflächen. In vielen Regionen ist die Pflanze selten geworden.
Sind Herzgespann und Löwenschwanz dieselbe Pflanze?
Nicht immer. Das europäische Herzgespann heißt manchmal Löwenschwanz, doch derselbe Name bezeichnet auch Leonotis leonurus, einen südafrikanischen Lippenblütler mit orangen Blüten. Es handelt sich um zwei verschiedene Gattungen.
Welche Nebenwirkungen hat Herzgespann?
Berichtete Nebenwirkungen sind selten: Verdauungsbeschwerden, Hautreaktionen nach Kontakt mit der frischen Pflanze und Lichtempfindlichkeit. Die Hauptrisiken betreffen Schwangerschaft und Wechselwirkungen mit Herzmitteln oder Gerinnungshemmern.
Hat Herzgespann etwas mit Cannabis zu tun?
Nein, weder botanisch noch chemisch. Es ist ein Lippenblütler ohne Cannabinoide. Nur die sibirische Verwandte trägt wegen ihrer gelappten Blätter den Spitznamen „marihuanilla“.
Fazit: Was man über das Herzgespann wissen sollte
Das Herzgespann ist ein ruderaler Lippenblütler, leicht zu erkennen am vierkantigen Stängel und an den handförmigen Blättern. Seinen Ruf verdankt es einer langen Tradition der Volksheilkunde, die in Europa als traditionelle Anwendung anerkannt, klinisch aber kaum bestätigt ist. Die Risiken sind real, wenn auch nicht spektakulär: Schwangerschaft, Wechselwirkungen und eine verzögerte Diagnose. Wer das europäische Herzgespann von seinen asiatischen Verwandten und vom afrikanischen Löwenohr unterscheiden kann, liest die Quellen richtig. Im eigenen Garten ist die winterharte Staude zudem eine pflegeleichte Bienenweide.
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