Demyelinisierung: Definition, Ursachen, MRT-Befunde und was die Forschung über Cannabinoide sagt

Kategorien : Gesundheit und Wirkung
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Die Demyelinisierung, auch Entmarkung genannt, bezeichnet die Schädigung oder den Verlust der Myelinscheide, jener isolierenden Hülle, die Nervenfasern umgibt und die Weiterleitung elektrischer Signale beschleunigt. Ist sie beschädigt, kommen Botschaften zwischen Gehirn, Rückenmark und Körper verlangsamt, verzerrt oder gar nicht mehr an. Eine Demyelinisierung ist also keine eigenständige Krankheit, sondern ein Mechanismus, der mehreren Erkrankungen gemeinsam ist. Die bekannteste davon ist die Multiple Sklerose.

Dieser Ratgeber erklärt, was Myelin ist, welche Erkrankungen zu einer Demyelinisierung führen, wie sie im MRT sichtbar wird und ob sich die Myelinscheide wieder aufbauen kann. Außerdem fasst er ohne Heilsversprechen zusammen, was die präklinische Forschung über Cannabinoide beobachtet, also jene Moleküle, die unter anderem in CBD-reichen medizinischen Cannabis-Sorten vorkommen. Die Informationen sind allgemeiner Natur und ersetzen niemals die Beratung durch eine Neurologin oder einen Neurologen.

Was ist eine Demyelinisierung?

Bei einer Demyelinisierung wird die Myelinscheide um die Axone, also die langen Fortsätze der Nervenzellen, teilweise oder vollständig zerstört. Das Neuron selbst bleibt anfangs oft intakt, leitet das elektrische Signal aber deutlich schlechter weiter. Den Bereich, in dem die Hülle fehlt, nennt man demyelinisierende Läsion. Die zugrunde liegende Krankheit heißt demyelinisierende Erkrankung.

Mediziner unterscheiden zwei große Gruppen. Die zentrale Demyelinisierung betrifft Gehirn, Sehnerv und Rückenmark, also das zentrale Nervensystem (ZNS). Die periphere Demyelinisierung betrifft die Nerven, die vom Rückenmark zu Muskeln, Haut und Organen ziehen. Diese Unterscheidung ist wichtig, denn in beiden Systemen bilden unterschiedliche Zellen das Myelin, und auch die verantwortlichen Erkrankungen sind verschieden.

Außerdem trennt man primäre Formen, bei denen das Myelin selbst das Ziel ist (etwa bei der Multiplen Sklerose), von sekundären Formen, bei denen die Demyelinisierung eine andere Ursache hat: Sauerstoffmangel, Virusinfektion, Giftstoffe, Vitaminmangel oder genetische Defekte. In allen Fällen verlangsamt die Demyelinisierung die Nervenleitung, was die meisten Symptome erklärt. Fachleute verwenden das Adjektiv demyelinisierend für Syndrome, Neuropathien oder Läsionen, bei denen das Myelin als erste Struktur geschädigt ist.

Was ist Myelin und welche Funktion hat die Myelinscheide?

Myelin ist eine sehr fettreiche Membran, die sich mehrere Dutzend Male um das Axon wickelt, ähnlich wie die Kunststoffisolierung eines Stromkabels. Sie besteht zu etwa 70 bis 80 % aus Lipiden (Cholesterin, Galaktocerebroside) und aus spezifischen Proteinen wie MBP, PLP oder MOG. Diese Zusammensetzung verleiht ihr die weißliche Farbe, daher der Name weiße Substanz für Hirnbereiche, in denen myelinisierte Fasern überwiegen.

Die Hülle ist nicht durchgehend. In regelmäßigen Abständen wird sie an den Ranvier-Schnürringen unterbrochen. Der Nervenimpuls springt von Schnürring zu Schnürring, statt die ganze Faser entlangzulaufen: Das nennt man saltatorische Erregungsleitung. So erreicht ein Signal in einer dicken myelinisierten Faser mehr als 100 Meter pro Sekunde, in einer marklosen Faser dagegen nur rund einen Meter pro Sekunde. Die Myelinisierung beginnt vor der Geburt und dauert bis ins frühe Erwachsenenalter an, vor allem im präfrontalen Kortex. Wer verstehen möchte, wie Cannabinoide im Gehirn wirken, sollte diese Architektur im Hinterkopf behalten.

MerkmalZentrales NervensystemPeripheres Nervensystem
Myelinbildende ZelleOligodendrozytSchwann-Zelle
Umhüllte Segmente pro ZelleMehrere Dutzend AxoneEin einziges Axonsegment
Beispiele für ErkrankungenMultiple Sklerose, NMOSD, MOGADGuillain-Barré-Syndrom, CIDP
RegenerationsfähigkeitBegrenzt, langsamerGrößer

Dieser Unterschied zwischen den Zellen erklärt, warum sich eine periphere Demyelinisierung oft besser erholt als eine zentrale: Die Schwann-Zelle kann sich nach einer Schädigung neu organisieren, während sich der erwachsene Oligodendrozyt nur schwer regeneriert.

Segmentierte Myelinscheide um ein Axon mit Ranvier-Schnürringen, Illustration der Nervenleitung

Welche Erkrankungen verursachen eine Demyelinisierung?

Die Liste der demyelinisierenden Erkrankungen ist lang. Am häufigsten ist die Multiple Sklerose (MS), die Jean-Martin Charcot 1868 beschrieb und von der in Deutschland Schätzungen zufolge weit über 200.000 Menschen betroffen sind. Dabei greift das Immunsystem das Myelin des zentralen Nervensystems in Schüben an. Andere, seltenere Erkrankungen teilen diesen Mechanismus, ohne eine MS zu sein, was die Diagnose mitunter erschwert.

  • Die Neuromyelitis-optica-Spektrum-Erkrankung (NMOSD), verbunden mit Antikörpern gegen Aquaporin-4, die vor allem Sehnerven und Rückenmark betrifft.
  • Die MOG-Antikörper-assoziierte Erkrankung (MOGAD), lange mit der MS verwechselt und seit etwa zehn Jahren besser abgegrenzt.
  • Die akute disseminierte Enzephalomyelitis (ADEM), meist bei Kindern nach einer Virusinfektion und seltener nach einer Impfung.
  • Das Guillain-Barré-Syndrom und die chronisch inflammatorische demyelinisierende Polyneuropathie (CIDP), die periphere Nerven betreffen.
  • Leukodystrophien wie die Adrenoleukodystrophie sowie die Charcot-Marie-Tooth-Krankheit Typ 1, beide genetisch bedingt.
  • Toxische oder metabolische Ursachen: Vitamin-B12-Mangel, Alkoholmissbrauch, bestimmte Medikamente oder ein zu schnell ausgeglichener Natriummangel.

Die progressive multifokale Leukenzephalopathie, ausgelöst durch das JC-Virus bei immungeschwächten Menschen, vervollständigt dieses Bild. Gemeinsam ist allen die Demyelinisierung, Ursache, Verlauf und Behandlung unterscheiden sich jedoch stark. Deshalb bezeichnet der Begriff demyelinisierende Erkrankung eine Krankheitsfamilie und keine konkrete Diagnose.

Welche Symptome und Folgen hat eine Demyelinisierung?

Die Symptome hängen vollständig davon ab, wo die Läsion liegt. Eine Demyelinisierung am Sehnerv führt zu anderen Zeichen als eine im Rückenmark. Bei entzündlichen Formen treten die Beschwerden oft innerhalb weniger Tage auf und können sich danach teilweise zurückbilden. Am häufigsten berichten Betroffene und neurologische Lehrbücher von folgenden Anzeichen:

  • Sehverschlechterung auf einem Auge, oft mit Schmerzen bei Augenbewegungen (Optikusneuritis), oder Doppelbilder.
  • Kribbeln, Taubheitsgefühl oder ein elektrisierendes Gefühl in Armen, Beinen oder Rumpf.
  • Muskelschwäche, Steifigkeit (Spastik) oder Gangstörungen.
  • Gleichgewichtsstörungen, Schwindel oder Zittern.
  • Starke Erschöpfung (Fatigue), Blasenstörungen und manchmal Konzentrations- oder Gedächtnisprobleme.

Langfristig entscheidet vor allem die Schädigung des Axons über die Folgen. Eine Faser, der dauerhaft das Myelin fehlt, wird verletzlich und geht schließlich zugrunde, was eine bleibende Behinderung hinterlässt. Deshalb betonen Neurologen die Bedeutung einer frühen Diagnose: Wer die Entzündung früh begrenzt, schützt die Nervenfasern. Jedes neue, plötzlich auftretende oder länger als 24 Stunden anhaltende neurologische Symptom sollte rasch ärztlich abgeklärt werden, ohne abzuwarten oder die eigenen Empfindungen allein zu deuten.

Frau spürt ein Kribbeln in der Hand, ein mögliches Symptom einer Demyelinisierung

Wie erkennt man demyelinisierende Läsionen im MRT?

Die Magnetresonanztomografie (MRT) ist die Referenzuntersuchung. In den sogenannten T2- und FLAIR-Sequenzen erscheinen demyelinisierte Bereiche als helle Flecken, die Hyperintensitäten der weißen Substanz. Form, Größe und Lage geben dem Radiologen Hinweise: Ovale Läsionen rund um die Ventrikel, im Balken oder im Rückenmark sprechen für eine MS, andere Verteilungsmuster eher für eine vaskuläre Ursache oder eine NMOSD.

Mit dem Kontrastmittel Gadolinium lassen sich aktive Läsionen, die Kontrastmittel aufnehmen, von älteren unterscheiden. Neurologen stützen sich auf die McDonald-Kriterien, 2017 überarbeitet und 2024 erneut aktualisiert, um eine räumliche und zeitliche Dissemination der Läsionen festzustellen. Eine einzelne Hyperintensität bedeutet nicht automatisch Demyelinisierung: Mit dem Alter, bei Migräne oder Bluthochdruck können kleine Flecken ganz ohne Bezug zum Myelin auftreten.

Weitere Untersuchungen ergänzen das MRT. Visuell evozierte Potenziale messen die Leitungsgeschwindigkeit des Sehnervs. Die Lumbalpunktion sucht nach oligoklonalen Banden, einem Hinweis auf eine Entzündung im ZNS. Bei peripheren Nerven zeigt die Elektroneurografie eine für die Demyelinisierung typische Verlangsamung, während eine Axonschädigung sich eher durch eine verringerte Signalamplitude bemerkbar macht.

Kann sich die Myelinscheide nach einer Demyelinisierung wieder aufbauen?

Ja, teilweise. Das erwachsene Gehirn besitzt Vorläuferzellen der Oligodendrozyten (OPC), die sich zu neuen myelinbildenden Zellen entwickeln können. Diesen Vorgang nennt man Remyelinisierung. Zu Beginn vieler Erkrankungen funktioniert er gut, erschöpft sich aber mit der Zeit, mit zunehmendem Alter und mit wiederholten Schüben. Die neue Hülle ist zudem dünner als die ursprüngliche, was unter dem Mikroskop als sogenannte Schattenherde (Shadow Plaques) sichtbar wird.

Die Forschung zur Myelinreparatur gehört zu den großen Baustellen der Neurologie. 2017 zeigte die ReBUILD-Studie, dass das ältere Antihistaminikum Clemastin die Leitungszeit des Sehnervs bei MS-Patienten leicht verkürzte. Dieses bescheidene Signal ebnete den Weg für weitere Studien, doch bis heute ist kein Medikament speziell zur Reparatur des Myelins zugelassen. Forschungsgruppen arbeiten außerdem an PET-Bildgebungsverfahren, um die Remyelinisierung beim Menschen messbar zu machen.

Schließlich suchen Forschende in der molekularen Vielfalt der Pflanzenwelt nach neuen Ansätzen. Die Gattung Cannabis, deren genetische Vielfalt in Cannabis-Samen unterschiedlichster Herkunft erhalten bleibt, gehört zu diesem im Labor untersuchten Reservoir. Bei der Ernährung gilt: Kein Lebensmittel liefert „Myelin“ zum Essen. Ein nachgewiesener Vitamin-B12-Mangel kann dagegen eine Demyelinisierung auslösen und wird ärztlich behandelt.

Neurowissenschaftliches Labor, das Remyelinisierung und Myelin-Reparatur erforscht

Was sagt die präklinische Forschung über Cannabinoide bei Demyelinisierung?

Das Endocannabinoid-System mit seinen Rezeptoren CB1 und CB2 findet sich auf Neuronen, auf Immunzellen des Gehirns und auf den Oligodendrozyten selbst. Seit Anfang der 2000er-Jahre untersuchen spanische und britische Teams seine Rolle bei der Demyelinisierung. Ihre Arbeiten zeigen, dass der CB2-Rezeptor auf Mikroglia und Lymphozyten die Entzündung in Tiermodellen bremst und dass der CB1-Rezeptor am Schutz der Nervenfasern beteiligt ist: Mäuse ohne CB1 entwickeln schwerere Symptome.

VersuchsmodellWas es nachbildetBeobachtung mit Cannabinoiden
Experimentelle autoimmune Enzephalomyelitis (EAE)Immunangriff auf das MyelinAbgeschwächte Entzündung und neurologische Zeichen beim Tier
Theiler-Virus (TMEV)Virusbedingte DemyelinisierungWeniger entzündliche Infiltration, insbesondere mit CBD
CuprizoneToxische Demyelinisierung mit anschließender ReparaturErleichterte Remyelinisierung bei Hemmung des Enzyms MAGL

Das Labor von Susana Mato am Achucarro-Zentrum im Baskenland beschrieb beispielsweise eine schützende Wirkung von Cannabinoiden auf Oligodendrozyten gegenüber Exzitotoxizität sowie eine Förderung der Reifung von Vorläuferzellen in diesen Modellen. Auch Cannabidiol, das unter anderem aus legalen CBD-Blüten aus Nutzhanf gewonnen wird, verringerte bei mit dem Theiler-Virus infizierten Mäusen die Entzündung. Diese Ergebnisse sind präklinisch: Sie beschreiben Zellkulturen und Nagetiere unter kontrollierten Konzentrationen und lassen sich nicht direkt auf die Demyelinisierung beim Menschen übertragen.

Welche Rolle spielen Cannabinoide heute bei Multipler Sklerose?

Beim Menschen untersuchen Studien vor allem die Symptome, nicht das Myelin. Das Mundspray Sativex (Nabiximols), das THC und CBD kombiniert, ist in Deutschland seit 2011 zur Behandlung einer therapieresistenten Spastik bei MS zugelassen. Seit 2017 können Ärztinnen und Ärzte zudem in begründeten Fällen Cannabis als Medizin verschreiben, der genaue Rahmen hat sich seither mehrfach geändert.

Beim Fortschreiten der Erkrankung sind die Daten enttäuschend. Die britische CUPID-Studie, veröffentlicht 2013, konnte nicht zeigen, dass THC den Verlauf progredienter MS-Formen verlangsamt. Bis heute hat keine klinische Studie belegt, dass ein Cannabinoid beim Menschen Myelin repariert oder eine Demyelinisierung stoppt. Man muss also klar zwischen der vielversprechenden Grundlagenforschung und der realen, ärztlich begleiteten Anwendung unterscheiden.

Frei verkäufliche Cannabidiol-Produkte wie ein CBD-Öl auf Hanfbasis gehören in den Bereich des Wohlbefindens und sind keine Arzneimittel. Sie dürfen niemals eine von der Neurologin oder dem Neurologen verordnete Basistherapie ersetzen. CBD kann zudem mit Medikamenten wechselwirken, die über die Leber abgebaut werden: Wer wegen einer demyelinisierenden Erkrankung behandelt wird, sollte vor der Anwendung mit dem behandelnden Arzt sprechen.

Der Eigenanbau durch Volljährige unterliegt in Deutschland den Regelungen des Cannabisgesetzes (CanG). Informieren Sie sich über die jeweils aktuellen rechtlichen Bestimmungen in Ihrem Wohnsitzland.

Hanfblatt und Laborglas als Symbol für die Forschung zu Cannabinoiden und Multipler Sklerose

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Häufige Fragen zur Demyelinisierung

Ist eine Demyelinisierung heilbar?

Das hängt von der Ursache ab. Ein Vitamin-B12-Mangel lässt sich behandeln, periphere Formen erholen sich oft gut, und das Myelin kann sich durch Remyelinisierung teilweise erneuern. Chronische ZNS-Erkrankungen wie die MS gelten bisher als nicht heilbar, lassen sich aber mit Basistherapien wirksam beeinflussen.

Was ist eine osmotische Demyelinisierung?

Die osmotische Demyelinisierung, früher zentrale pontine Myelinolyse genannt, tritt vor allem auf, wenn ein Natriummangel im Blut zu schnell ausgeglichen wird. Die abrupte Konzentrationsänderung schädigt die Oligodendrozyten, besonders im Hirnstamm. Ärzte beugen ihr vor, indem sie den Natriumspiegel langsam und unter Kontrolle anheben.

Was sind demyelinisierende Erkrankungen?

Das sind Krankheiten, bei denen die Myelinscheide der Nervenfasern geschädigt wird. Am häufigsten ist die Multiple Sklerose, dazu kommen unter anderem NMOSD, MOGAD, ADEM, das Guillain-Barré-Syndrom, die CIDP sowie genetische Leukodystrophien.

Was ist das ADEM-Syndrom?

ADEM steht für akute disseminierte Enzephalomyelitis. Sie tritt meist bei Kindern nach einer Infektion auf und verläuft in der Regel einmalig, im Unterschied zur MS mit ihren wiederkehrenden Schüben. Die Abgrenzung erfolgt über Klinik, MRT und Verlauf.

Wo befindet sich die Myelinscheide?

Die Myelinscheide umgibt die Axone vieler Neuronen in Gehirn, Sehnerv und Rückenmark, also im zentralen Nervensystem, aber auch in den peripheren Nerven, die zu Muskeln und Haut führen. Sie bildet den Großteil der weißen Substanz des Gehirns.

Ist eine Demyelinisierung immer eine Multiple Sklerose?

Nein. Die MS ist die häufigste Ursache, eine Demyelinisierung kann aber auch durch NMOSD, MOGAD, Infektionen, Vitamin-B12-Mangel, Giftstoffe oder genetische Erkrankungen entstehen. Erst eine vollständige neurologische Abklärung mit MRT und Laboruntersuchungen schafft Klarheit.

Welche Vitamine sind wichtig für das Myelin?

Vitamin B12 spielt eine zentrale Rolle beim Aufbau und Erhalt des Myelins, ein Mangel kann eine Demyelinisierung im Rückenmark verursachen. Vitamin D wird im Zusammenhang mit MS erforscht. Eine Ergänzung sollte nach einer Blutuntersuchung mit dem Arzt besprochen werden.

Kann CBD das Myelin reparieren?

Beim Menschen ist das nicht belegt. Studien an Zellen und Mäusen beschreiben entzündungshemmende Effekte und eine Unterstützung der myelinbildenden Zellen, diese präklinischen Ergebnisse erlauben aber keinen Rückschluss auf eine reparierende Wirkung bei erkrankten Menschen.

Wie wird eine Demyelinisierung behandelt?

Die Behandlung richtet sich nach der Ursache. Entzündliche Schübe werden häufig mit Kortison behandelt, die MS mit immunmodulierenden Basistherapien, ein Mangel durch dessen Ausgleich. Physiotherapie unterstützt die Erholung. Die Betreuung gehört immer in neurologische Hände.

Demyelinisierung: Das Wichtigste in Kürze

Eine Demyelinisierung ist der Verlust der Hülle, die Nervenfasern isoliert und die Signalleitung beschleunigt. Sie begleitet die Multiple Sklerose, aber auch viele andere zentrale oder periphere Erkrankungen, deren Diagnose auf MRT und neurologischer Untersuchung beruht. Das Myelin kann sich teilweise erneuern, und die Forschung untersucht diese Remyelinisierung intensiv. Cannabinoide gehören zu den im Labor erforschten Ansätzen, ohne klinischen Nachweis zum jetzigen Zeitpunkt. Ein CBD-Produkt aus dem freien Handel ist deshalb ein Wellness-Artikel und niemals ein medizinischer Ersatz für eine ärztliche Behandlung.

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