CGRP: Was ist das Peptid, welche Rolle spielt es bei Migräne und wie wirken CGRP-Antikörper?

Kategorien : Cannabinoide und Wissenschaft
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CGRP steht für Calcitonin Gene-Related Peptide, auf Deutsch etwa „Calcitonin-Gen-verwandtes Peptid“. Der kleine Botenstoff aus 37 Aminosäuren wird von unseren Nervenzellen gebildet. Er gilt als der stärkste bekannte Gefäßerweiterer und spielt eine zentrale Rolle beim Migräneschmerz: Während einer Attacke steigt seine Konzentration an. Aus der Idee, ihn zu blockieren, sind die CGRP-Antikörper und Gepante entstanden, die ersten Medikamente, die gezielt gegen Migräne entwickelt wurden.

Dieser Ratgeber fasst zusammen, was die Forschung über das Peptid weiß: wie es entdeckt wurde, über welchen Rezeptor und bei welchen Entzündungen es wirkt, welche Antikörper und Gepante es hemmen, deren Nebenwirkungen, die Frage der Kostenübernahme und die Studien, die CGRP mit dem Endocannabinoid-System verbinden. Gerade der letzte Punkt ist für alle spannend, die sich für CBD-reiche Hanfsorten für den Eigenanbau interessieren, denn er zeigt, wie Cannabinoide mit den Schmerznerven kommunizieren.

Kurz gesagt ist dieses Neuropeptid zugleich ein normaler Bestandteil unserer Physiologie (Gewebeschutz, Durchblutung) und ein wichtiges therapeutisches Ziel der modernen Neurologie. Dieser Artikel dient der Information und ersetzt nicht den Rat einer Ärztin oder eines Arztes.

Was ist CGRP und woher kommt der Name?

CGRP wurde 1982 vom Team um Susan Amara und Michael Rosenfeld entdeckt, das das Gen des Calcitonins untersuchte, eines Hormons der Schilddrüse. Die Forschenden stellten fest, dass dasselbe Gen je nach Gewebe zwei verschiedene Botenstoffe liefert: Calcitonin in der Schilddrüse und ein bis dahin unbekanntes Peptid in den Nervenzellen. Dieser Mechanismus heißt alternatives Spleißen der RNA. Das neue Peptid erhielt deshalb den Namen „Calcitonin Gene-Related Peptide“, kurz CGRP.

Beim Menschen gibt es zwei sehr ähnliche Formen. Alpha-CGRP wird vom Gen CALCA auf Chromosom 11 kodiert und überwiegt im Nervensystem. Beta-CGRP stammt vom Gen CALCB und kommt vor allem im Darm vor. Beide unterscheiden sich nur in drei Aminosäuren und wirken über denselben Rezeptor.

Dieser CGRP-Rezeptor ist ungewöhnlich aufgebaut. Er besteht aus einem Protein namens CLR (Calcitonin Receptor-Like Receptor) und einem kleinen Begleitprotein, RAMP1, ohne das sich das Peptid nicht anlagern kann. Dieses Duo sitzt auf Blutgefäßen, glatten Muskelzellen und zahlreichen Nervenzellen. Es gehört zu einer Peptidfamilie, zu der auch Amylin, Adrenomedullin und das Calcitonin selbst zählen.

Welche Rolle spielt CGRP bei Schmerz, Entzündung und Chili?

Seine auffälligste Wirkung ist die Erweiterung kleiner Blutgefäße. 1985 zeigte eine in Nature veröffentlichte Studie, dass es auf die Mikrozirkulation etwa zehnmal stärker wirkt als Prostaglandine. Damit ist es der stärkste Gefäßerweiterer, der bisher beschrieben wurde. Außerdem ist es an der Weiterleitung von Schmerzsignalen zwischen den peripheren Nerven und dem Rückenmark beteiligt.

Wird eine sensible Nervenfaser aktiviert, setzt sie CGRP und Substanz P im umliegenden Gewebe frei. Die Gefäße weiten sich, die Haut rötet sich und wird warm, Immunzellen werden angelockt. Biologen sprechen von neurogener Entzündung, also einer Entzündung, die von den Nerven selbst und nicht von einer Infektion ausgelöst wird.

Chili zeigt diesen Mechanismus besonders anschaulich. Capsaicin aktiviert den Rezeptor TRPV1 der sensiblen Fasern, die daraufhin CGRP ausschütten. Daher kommen das Brennen, die Rötung und die Hitze, die Liebhaber scharfer Schoten gut kennen. Wer Cayennepfeffer aus eigenen Samen im Garten zieht, hat damit eines der Werkzeuge in der Hand, mit denen Labore dieses Phänomen am häufigsten untersuchen.

Diese Rolle ist allerdings nicht nur negativ. Das Peptid schützt Gewebe, indem es die Durchblutung verbessert, fördert die Wundheilung und trägt zum Schutz der Magenschleimhaut bei. Genau deshalb wirft seine Blockade Fragen zur Langzeitsicherheit auf, auf die wir weiter unten eingehen.

Aufgeschnittene Cayenne-Chilis neben einer Petrischale: Capsaicin aktiviert TRPV1 und setzt CGRP frei

Warum steht CGRP im Zentrum der Migräne?

Migräne betrifft weltweit fast jeden sechsten Menschen, und auch in Deutschland leiden Schätzungen zufolge mehrere Millionen Menschen darunter. Die Attacken beruhen auf der Aktivierung des trigeminovaskulären Systems: Der Trigeminusnerv, der die Hirnhäute und ihre Gefäße versorgt, gerät außer Kontrolle und schüttet große Mengen CGRP aus. Die Gefäße der Hirnhäute weiten sich, eine örtliche Entzündung entsteht und Schmerzsignale steigen zum Gehirn auf.

Drei Beobachtungen haben CGRP bei Migräne zum Hauptverdächtigen gemacht:

  • 1990 maßen Peter Goadsby und Lars Edvinsson während Migräneattacken erhöhte CGRP-Werte in der äußeren Drosselvene.
  • Triptane, seit 1991 als Akutmedikamente im Einsatz, senken diesen Wert, während gleichzeitig der Schmerz verschwindet.
  • 2002 zeigte ein dänisches Team, dass eine CGRP-Infusion bei Menschen mit Migräne eine migräneartige Attacke auslöst, bei anderen Menschen dagegen nicht.

Menschen mit Migräne haben also sowohl einen höheren Plasmaspiegel dieses Peptids als auch eine erhöhte Empfindlichkeit dafür. Diese Indizienkette hat die pharmazeutische Forschung dreißig Jahre lang geprägt. 2021 brachte sie vier Forschern den Brain Prize ein, eine der höchsten Auszeichnungen der Neurowissenschaften: Lars Edvinsson, Peter Goadsby, Michael Moskowitz und Jes Olesen. Migräne ist damit eine der wenigen neurologischen Erkrankungen, deren Schlüsselmolekül bekannt ist und gezielt behandelt wird.

Was sind CGRP-Antikörper und welche Medikamente gibt es?

Ein CGRP-Hemmer ist ein Medikament, das verhindert, dass CGRP wirkt. Es gibt zwei große Gruppen. Monoklonale Antikörper sind große, im Labor hergestellte Eiweiße: Drei von ihnen fangen das zirkulierende CGRP direkt ab, ein vierter, Erenumab, blockiert seinen Rezeptor. Gepante sind kleine chemische Moleküle, die sich als CGRP-Antagonisten an den Rezeptor binden und so die Signalweiterleitung verhindern.

Der erste CGRP-Antikörper, Erenumab (Aimovig), wurde im Mai 2018 in den USA und im selben Jahr in Europa zugelassen. Die Geschichte der Gepante verlief wechselhafter: Telcagepant, ab 2007 erprobt, wurde 2011 wegen Leberschäden aufgegeben, die auf seine chemische Struktur und nicht auf die CGRP-Blockade zurückgingen. Die Gepante der neuen Generation haben dieses Problem nicht.

Wirkstoff (Handelsname)GruppeAngriffspunktAnwendung
Erenumab (Aimovig)Monoklonaler AntikörperRezeptorSubkutan
Fremanezumab (Ajovy)Monoklonaler AntikörperZirkulierendes PeptidSubkutan
Galcanezumab (Emgality)Monoklonaler AntikörperZirkulierendes PeptidSubkutan
Eptinezumab (Vyepti)Monoklonaler AntikörperZirkulierendes PeptidIntravenös
Rimegepant (Vydura)GepantRezeptorOral
Atogepant (Aquipta)GepantRezeptorOral

Die Antikörper sind der Vorbeugung von Attacken vorbehalten (Prophylaxe). Sie werden meist als sogenannte Migränespritze unter die Haut gegeben, in der Regel einmal im Monat oder seltener, Eptinezumab dagegen als Infusion. Rimegepant ist sowohl für die Akutbehandlung als auch für die Prophylaxe zugelassen, Atogepant für die Vorbeugung. Laut einer in The Lancet veröffentlichten Übersichtsarbeit erreicht in klinischen Studien etwa die Hälfte der Behandelten mit CGRP-Antikörpern eine Verringerung der Migränetage um mindestens 50 %. Diese Patientinnen und Patienten werden als Responder bezeichnet.

Biomedizinisches Forschungslabor, in dem monoklonale CGRP-Antikörper untersucht werden

Welche Nebenwirkungen haben CGRP-Antikörper und Gepante?

CGRP-Hemmer werden in Studien insgesamt gut vertragen, sind aber nicht frei von Nebenwirkungen. Bei den Antikörpern ist die häufigste eine Reaktion an der Einstichstelle: vorübergehende Rötung, Schmerz oder Juckreiz. Auch Überempfindlichkeitsreaktionen wie Ausschlag oder Schwellungen wurden berichtet.

Am meisten diskutiert wird die Verstopfung, vor allem unter Erenumab, das den Rezeptor blockiert. Das Peptid ist nämlich an der Darmfunktion beteiligt, und schwere Verläufe führten 2019 dazu, dass die US-Behörden die Fachinformation anpassten. Nach der Markteinführung wurde bei diesem Wirkstoff außerdem ein Anstieg des Blutdrucks gemeldet. Fälle von Raynaud-Phänomen (Finger, die bei Kälte weiß werden) wurden unter mehreren CGRP-Hemmern beschrieben, was zur gefäßerweiternden Rolle des Peptids passt.

Bei den Gepanten werden am häufigsten Übelkeit, Müdigkeit und Verstopfung genannt. Die große offene Frage betrifft die Langzeitwirkung: Da der Botenstoff Herz und Gefäße schützt, bleiben Neurologen bei Menschen mit Herz-Kreislauf-Vorerkrankungen vorsichtig. Eine 2025 veröffentlichte Studie beobachtete zudem eine Rückkehr der Attacken nach Absetzen einer achtmonatigen Behandlung, ohne dass das freie CGRP anstieg. Die Biologie des Peptids ist also noch längst nicht vollständig verstanden.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für CGRP-Medikamente?

Die Kostenübernahme ist ein heikler Punkt und hängt stark vom Land ab. In Deutschland werden CGRP-Antikörper von Fachärztinnen und Fachärzten nach festgelegten Kriterien verordnet. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten in der Regel, wenn eine häufige Migräne vorliegt und bewährte Prophylaktika (etwa Betablocker, bestimmte Antiepileptika oder Antidepressiva) nicht ausreichend gewirkt haben, nicht vertragen wurden oder nicht infrage kommen. Die genauen Voraussetzungen und Preise können sich ändern; verlässliche Auskunft geben die behandelnde Praxis, die Apotheke und die eigene Krankenkasse.

Ein Blick über die Grenze zeigt, wie unterschiedlich die Lage sein kann. In Frankreich hatte die Gesundheitsbehörde HAS den Antikörpern zwar einen wichtigen therapeutischen Nutzen zuerkannt, aber nur für eine eng umrissene Gruppe:

  • schwere Migräne mit mindestens 8 Migränetagen pro Monat;
  • Versagen von mindestens zwei klassischen Prophylaktika;
  • keine bekannte Herz-Kreislauf-Erkrankung.

Weil die Preisverhandlungen mit den Herstellern scheiterten, blieben Emgality, Ajovy, Aimovig und Aquipta dort laut einer im August 2025 veröffentlichten Antwort des Gesundheitsministeriums außerhalb der Klinik ohne Erstattung, mit Kosten von 245 bis 270 Euro im Monat für die Betroffenen. Solche Angaben sind Momentaufnahmen und sagen nichts über die Situation in Deutschland aus.

Apothekentheke mit Rezept als Symbol für die Frage der Kostenübernahme bei CGRP-Antikörpern

Welcher Zusammenhang besteht zwischen CGRP, Cannabis und dem Endocannabinoid-System?

Das Endocannabinoid-System und CGRP teilen sich dasselbe Terrain: den Trigeminusnerv. CB1-Rezeptoren finden sich im Trigeminusganglion und in den Kernen des Hirnstamms, die den Schmerz aus Gesicht und Hirnhäuten weiterleiten. 2004 zeigten Simon Akerman, Holger Kaube und Peter Goadsby im Tierversuch, dass Anandamid, das wichtigste Endocannabinoid, die durch CGRP und Nervenreizung ausgelöste Erweiterung der Gefäße der harten Hirnhaut verringerte.

Auch der bereits beim Chili erwähnte Rezeptor TRPV1 stellt eine Verbindung her. Anandamid und Cannabidiol interagieren mit diesem Rezeptor und können ihn unter bestimmten Versuchsbedingungen desensibilisieren, was die Freisetzung von CGRP aus den sensiblen Fasern begrenzen könnte. Diese Ergebnisse stammen aus dem Labor: Keine klinische Studie hat gezeigt, dass ein Cannabinoid beim Menschen wie ein CGRP-Hemmer wirkt.

Hinter dieser Forschung steht auch die Hypothese des klinischen Endocannabinoid-Mangels von Ethan Russo, nach der ein unterversorgtes Endocannabinoid-System Migräne begünstigen könnte. Sie ist bis heute nicht bewiesen. Wer sich für die Pflanzen selbst begeistert, findet in einer gut sortierten Auswahl an Hanfgenetiken Sorten mit sehr unterschiedlichen Cannabinoid-Profilen, die jeweils eine eigene Kombination der untersuchten Moleküle tragen.

Der Eigenanbau durch Volljährige unterliegt in Deutschland den Regelungen des Cannabisgesetzes (CanG). Informieren Sie sich über die jeweils aktuellen rechtlichen Bestimmungen in Ihrem Wohnsitzland.

Wichtig bleibt: Cannabis und Cannabinoide sind kein Ersatz für eine ärztlich verordnete Migränetherapie. Auch Pflegeprodukte und Extrakte mit Cannabidiol sind keine Arzneimittel und ersetzen keine verschriebene Behandlung.

Wirkt CGRP auch außerhalb der Migräne?

Ja, und gerade das macht dieses Peptid so faszinierend. Es wirkt im Herz-Kreislauf-System: Es schützt den Herzmuskel bei Sauerstoffmangel und trägt dazu bei, den Blutdruck zu senken. Es ist an der Gewebereparatur, an der Regulierung der Immunabwehr und an einer gesunden Darmfunktion beteiligt.

Die Haut ist ein weiteres Wirkungsfeld. CGRP aus den Nervenenden der Haut löst Hitzewallungen und Gesichtsrötungen aus. Es wird bei Rosazea, bei bestimmten Formen von Juckreiz und bei der Wundheilung untersucht. Das ist ein Grund, warum Kosmetik für empfindliche Haut, etwa CBD-Cremes für gereizte Haut, sich mit den Mechanismen der neurogenen Entzündung beschäftigt, ohne zu behaupten, auf dieses Peptid einzuwirken.

Schließlich ist CGRP an anderen Kopfschmerzformen beteiligt, etwa am Clusterkopfschmerz, sowie an den Hitzewallungen in den Wechseljahren. Forschende untersuchen auch seine Rolle bei Übergewicht und im Knochenstoffwechsel. Jede neue Entdeckung erinnert daran, dass ein CGRP-Hemmer einen Botenstoff mit vielen Aufgaben trifft.

Gesicht mit geröteten Wangen und Creme neben Hanfblättern: CGRP wirkt auch auf die Haut

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Häufige Fragen zu CGRP

CGRP: Was ist das in einem Satz?

CGRP ist ein Neuropeptid aus 37 Aminosäuren, das aus dem Calcitonin-Gen hervorgeht, Blutgefäße erweitert und Schmerzsignale weiterleitet. Es spielt eine zentrale Rolle bei Migräneattacken.

Was macht CGRP im Körper?

CGRP erweitert kleine Blutgefäße, schützt Gewebe durch bessere Durchblutung, unterstützt die Wundheilung und ist an Darmfunktion, Immunabwehr und Schmerzweiterleitung beteiligt. Bei Migräne wird es übermäßig vom Trigeminusnerv freigesetzt.

Welche CGRP-Antikörper und Gepante gibt es?

Es gibt vier monoklonale Antikörper (Erenumab, Fremanezumab, Galcanezumab, Eptinezumab) und mehrere Gepante (Rimegepant, Atogepant, Ubrogepant, Zavegepant). Welche davon erhältlich sind, ist von Land zu Land verschieden.

Welche Migränespritze ist die beste?

Eine allgemein beste Migränespritze gibt es nicht. Die zugelassenen Antikörper wirken in Studien ähnlich gut; welcher passt, hängt von Vorerkrankungen, Verträglichkeit und Anwendungsform ab und wird mit der Neurologin oder dem Neurologen entschieden.

Wie wirkt Emgality?

Emgality enthält Galcanezumab, einen monoklonalen Antikörper, der zirkulierendes CGRP bindet und es daran hindert, seinen Rezeptor zu erreichen. Er wird zur Vorbeugung von Migräne eingesetzt und ärztlich verordnet.

Kann man CGRP natürlich senken?

Keine Pflanze und kein Nahrungsergänzungsmittel hat eine mit CGRP-Hemmern vergleichbare Wirkung gezeigt. Einige Stoffe wie Ingwer oder Cannabinoide werden wegen ihres Einflusses auf die neurogene Entzündung erforscht, doch die Daten am Menschen sind begrenzt.

Kann man CGRP im Blut messen?

Ja, im Forschungslabor mit ELISA- oder Radioimmuntests. Für die Diagnose einer Migräne wird diese Messung im Alltag nicht genutzt, weil die Werte von Mensch zu Mensch stark schwanken.

Was ist der Unterschied zwischen CGRP und Substanz P?

Beide Neuropeptide werden gemeinsam von sensiblen Nervenfasern freigesetzt. Substanz P fördert vor allem die Durchlässigkeit der Gefäße und den Schmerz, CGRP ist in erster Linie ein starker Gefäßerweiterer. Medikamente gegen Substanz P sind bei Migräne gescheitert.

Fazit: CGRP, ein Schlüsselmolekül zwischen Schmerz und Pflanzenwelt

CGRP hat sich in vierzig Jahren von einer genetischen Kuriosität zu einem zentralen Ziel der Neurologie entwickelt. Wer CGRP versteht, versteht, warum Migräne eine eigenständige neurovaskuläre Erkrankung ist, warum Chili brennt und warum CGRP-Antikörper die Migräneprophylaxe verändert haben, auch wenn der Zugang je nach Land unterschiedlich geregelt ist.

Die Verbindungen zwischen diesem Peptid, dem Rezeptor TRPV1 und dem Endocannabinoid-System zeigen zudem das wissenschaftliche Interesse an Hanfpflanzen mit hohem CBD-Gehalt, deren botanische Vielfalt die Forschung weiter beschäftigt. Bei allen gesundheitlichen Fragen bleibt die ärztliche Beratung die einzige verlässliche Grundlage.

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