Amnesia Haze Genetik: sativadominierte Herkunft, Eltern und Haze-Linie

Kategorien : Spezifische Sorte
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Die Amnesia Haze Genetik gehört zu den meistdiskutierten Themen unter Freundinnen und Freunden sativadominierter Sorten. Amnesia Haze ist eine sativadominierte Cannabis-Sorte (etwa 70 % Sativa, 30 % Indica), die aus einer komplexen Kreuzung zwischen äquatorialen Landrassen und Haze-Genetiken der 90er Jahre hervorgegangen ist. Als vielfach ausgezeichnete Sorte der Amsterdamer Coffeeshop-Szene, die mehrere Cannabis Cups gewann, zählt sie bis heute zu den gefragtesten Referenzen für alle, die sich für genetisches Erbe und legale Anbau-Genetik interessieren. Dieser Beitrag betrachtet ihre botanische Einordnung, ihre Eltern, das Terpenprofil, den Anbau mit Blütezeit und Ertrag sowie ihre Rolle in der Haze-Familie.

Amnesia Haze: Sativa oder Indica?

Amnesia Haze wird als sativadominierte Sorte geführt. Die allgemein anerkannte genetische Aufteilung liegt bei rund 70 % Sativa und 30 % Indica, womit sie zu den am stärksten sativadominierten Genetiken des europäischen Angebots gehört. Diese Einordnung stützt sich auf morphologische Merkmale: schlanker Wuchs, lange Internodien, feine Blätter mit schmalen Fingern und ein langer Blütezyklus von 10 bis 12 Wochen je nach Phänotyp. Diese Merkmale sind typisch für Sativas aus äquatorialen Regionen, in denen das Sonnenlicht über das Jahr kaum schwankt und die Pflanzen historisch lange, an stabile Photoperioden angepasste Zyklen entwickelt haben.

Die Frage "Amnesia Haze Sativa oder Indica" taucht regelmäßig auf, weil einige kommerzielle Phänotypen kompakter wachsen als der Haze-Durchschnitt. Diese relative Kompaktheit erklärt sich durch den Indica-Anteil aus den Elternlinien Afghani und Northern Lights. Das dominante Profil bleibt jedoch sativatypisch, sowohl beim Wuchs als auch beim Cannabinoid- und Terpenprofil. Botanisch streng betrachtet ist keine kommerzielle Amnesia eine reine Sativa: Alle enthalten einen Indica-Anteil, schon um die Blütedauer zu stabilisieren und die Höhe zu begrenzen. Fachleute sprechen deshalb präziser von einem sativadominierten Hybrid. Wer sich für sativadominierte medizinische Genetik interessiert, findet in dieser Sorte eine historische Referenz, die wegen ihrer soliden botanischen Verankerung oft in Fachkatalogen zitiert wird.

Cannabinoid- und Terpenprofil: Woher das Zitrusaroma kommt

Das chemische Profil der Amnesia Haze ist durch Analysen der Seedbanks und der mit den niederländischen Coffeeshops verbundenen Labore dokumentiert. Der strukturelle THC-Gehalt lag historisch für seine Zeit im oberen Bereich, was erklärt, warum diese Sorte die modernen Standards europäischer Sativas mitgeprägt hat. Der CBD-Gehalt bleibt mit etwa 0,1 bis 0,5 % sehr niedrig, wie es für Haze-Selektionen typisch ist. Diese chemische Signatur macht sie zu einer Referenz, um zu verstehen, wie die europäischen Sativas der 90er Jahre ein eigenständiges botanisches Paradigma neben den klassischen afghanisch-pakistanischen Indicas definiert haben.

Beim Terpenprofil zeigt die Sorte ein charakteristisches Bouquet äquatorialer Sativas:

  • Terpinolen: das Hauptterpen, verantwortlich für die zitrischen, frischen und leicht holzigen Noten, die das typische Amnesia-Aroma prägen.
  • Beta-Caryophyllen: pfeffrig-würzige Note, in den meisten Phänotypen als sekundärer Anteil vorhanden.
  • Myrcen: in moderater Menge vorhanden, anders als bei Indicas, wo es dominiert; es bringt eine subtile krautige Nuance.
  • Limonen: verstärkt das Zitrusaroma und trägt zum lebendigen Charakter der Sorte bei.
  • Pinen: harzig-würzige Note, die das Bouquet in der klassischen Haze-Linie verankert.

Diese Terpenkombination ist einer der Gründe, warum die Sorte selbst blind so erkennbar ist: Nur wenige Genetiken zeigen ein derart ausgeprägtes Terpinolen. Dieses Profil ordnet sie klar der botanischen Familie der äquatorialen Sativas zu, deren aromatische und chemische Eigenschaften seit Jahrzehnten untersucht werden. Öffentliche botanische Datenbanken führen Amnesia unter den stabilsten terpinolendominanten Chemotypen.

Amnesia Haze Terpenprofil und Cannabinoide Makroaufnahme der Trichome

Welche genetischen Eltern hat Amnesia Haze?

Zur Herkunft der Amnesia Haze existieren je nach Seedbank mehrere Erzählungen. Die am weitesten anerkannte Version schreibt ihre Entstehung den Niederlanden der 90er Jahre zu, ausgehend von einer Kreuzung zwischen einer Original Haze (Mutterlinie aus kolumbianischen, mexikanischen, thailändischen und südindischen Landrassen) und einer afghanisch-hawaiianischen Indica, die die Blütezeit verkürzte. Einige Stammbäume nennen zusätzlich einen Einfluss von Skunk #1 und Northern Lights in den modernen kommerziellen Linien, um die Phänotypen zu stabilisieren.

Die Haze-Linie geht auf die Haze-Brüder zurück, zwei kalifornische Züchter, die in den 70er Jahren äquatoriale Landrassen kombinierten und so die Muttersorte schufen, die heute ihren Namen trägt. Amnesia erbt diese reine Sativa-DNA direkt über die Original Haze und profitiert zugleich vom afghanischen Indica-Anteil, der die Blüte beherrschbar macht. Diese doppelte Abstammung erklärt ihre Hybrid-Struktur: sativatypische Silhouette bei zugleich handhabbarer Blütedauer. Der Stammbaum ist in Datenbanken wie Seedfinder und Leafly ausführlich dokumentiert, die die aufeinanderfolgenden Kreuzungen nachzeichnen.

Auch die Amsterdamer Geschichte ist belegt: Die Sorte wurde von Sensi Seeds und weiteren niederländischen Züchtern aus Stecklingen stabilisiert und verbreitet, die in der Coffeeshop-Gemeinschaft zirkulierten. Diese Verbreitung vor der eigentlichen Vermarktung erklärt, warum heute mehrere Versionen nebeneinander bestehen, von denen jede eine leicht abweichende Abstammung für sich beansprucht.

Anbau, Blütezeit und Ertrag der Amnesia Haze

Für den legalen Eigenanbau volljähriger Personen ist die Amnesia Haze eine anspruchsvolle, aber lohnende Genetik. Die Keimung erfolgt wie bei den meisten Cannabis-Samen in feuchtem, warmem Substrat; danach bevorzugt die Pflanze viel Licht, gute Belüftung und eine ausgewogene Nährstoffgabe. Als sativadominierte Sorte streckt sie sich in der Blüte deutlich, weshalb im Indoor-Anbau ausreichend vertikaler Raum eingeplant werden sollte. Sanfte Trainingstechniken wie Low-Stress-Training helfen, die Höhe zu kontrollieren und das Lichtprofil gleichmäßig zu verteilen.

Die Blütezeit liegt bei der klassischen photoperiodischen Version zwischen 10 und 12 Wochen, was den langen Zyklen äquatorialer Sativas entspricht. Der Ertrag gilt bei guter Führung als überdurchschnittlich, sowohl im Indoor-Anbau unter Kunstlicht als auch im Outdoor-Anbau in milden Klimazonen mit langer Vegetationsperiode. Wichtig ist, die Nährstoffe zum Ende der Blüte hin maßvoll zu dosieren und die Pflanze nicht zu überdüngen. Konkrete Erntemengen hängen stark von Umgebung, Genetik-Version und Erfahrung ab und lassen sich nicht pauschal beziffern.

Der Eigenanbau durch Volljährige unterliegt in Deutschland den Regelungen des Cannabisgesetzes (CanG). Informieren Sie sich über die jeweils aktuellen rechtlichen Bestimmungen in Ihrem Wohnsitzland.

Welche Seedbanks bieten eine Amnesia-Version an?

Amnesia Haze steht im Katalog mehrerer bedeutender Seedbanks, von denen jede ihre eigene genetische Interpretation anbietet. Die auf dem Markt anerkanntesten Versionen sind die folgenden:

SeedbankAngebotene VersionGenetische Besonderheit
Sensi SeedsAmnesia feminisiertHistorische Amsterdamer Linie, sehr nah am ursprünglichen Coffeeshop-Phänotyp
Barney's FarmAmnesia Lemon, Amnesia klassischCannabis-Cup-prämierte Selektionen, Fokus auf Terpinolen-Limonen-Profil
Royal Queen SeedsAmnesia, Royal Haze, Amnesia AutoStabilisierte Versionen mit kürzerer Blüte, Autoflowering-Variante verfügbar
DinafemAmnesiaSelektion mit Schwerpunkt auf phänotypischer Stabilität
Soma SeedsAmnesia (Soma-Linie)Biologische Linie ohne Pestizide

Die Version von Barney's Farm gewann 2004 den Cannabis Cup in der Sativa-Kategorie, was den Namen der Sorte auf dem europäischen Markt bekannt machte. Die Selektion von Royal Queen Seeds ist jünger und bietet eine spürbar verkürzte Blüte gegenüber der historischen Sensi-Linie. Die Wahl zwischen diesen Seedbanks hängt vor allem vom gewünschten Phänotyp ab: reinere Haze-Silhouette (Sensi, Soma), kommerzielle Ausgewogenheit (Barney's) oder leichtere Führung im Anbau (Royal Queen). Jedes Haus wendet sein eigenes Selektions- und Stabilisierungsprotokoll an, was sich in feinen Unterschieden von Version zu Version niederschlägt.

Amnesia Haze Seedbanks und Erbe der Amsterdamer Coffeeshops

Unterschied zwischen Amnesia Haze, Silver Haze und Super Silver Haze

Die drei Sorten teilen ein gemeinsames Haze-Erbe, unterscheiden sich aber in Zusammensetzung und Profil. Silver Haze ist eine ältere Kreuzung aus Northern Lights x Haze x Skunk und damit ein ausgewogener Polyhybrid mit moderater Sativa-Dominanz. Super Silver Haze, prämiert beim Cannabis Cup 1997, 1998 und 1999, ist eine Intensivierung dieser Linie mit stärkerem Haze-Anteil. Amnesia entstand später, treibt die Sativa-Dominanz noch weiter und erbt direkt von der Original Haze, ohne den Umweg über die Silver-Linie, was die Eigenständigkeit ihres Profils erklärt.

Konkret zeigt sich der Unterschied so:

  • Silver Haze: Blütezeit 9 bis 10 Wochen, ausgewogene Silhouette, Terpenprofil mit Terpinolen und Myrcen zu gleichen Teilen.
  • Super Silver Haze: Blütezeit 10 bis 11 Wochen, reinere Haze-Struktur, dominantes Terpinolen und deutliche Zitrusnoten.
  • Amnesia Haze: Blütezeit 10 bis 12 Wochen, die sativatypischste Silhouette, sehr ausgeprägtes Terpinolen und markante Zitrusnoten.

Botanisch gehören diese drei Sorten zur selben großen Familie, stehen aber für drei aufeinanderfolgende Etappen in der Selektion der niederländischen Sativas, jede mit der Handschrift einer eigenen Zeit und eines eigenen Züchter-Könnens.

Gibt es eine Autoflowering-Variante der Amnesia Haze?

Mehrere Seedbanks bieten eine Auto-Version an, eine mit einer Cannabis-ruderalis-Linie gekreuzte Variante, die unabhängig vom Lichtzyklus automatisch blüht. Royal Queen Seeds, Dinafem und Fast Buds zählen zu den bekannten Anbietern dieser Variante. Die Ruderalis-Genetik bringt einen kompletten Zyklus von rund 10 bis 11 Wochen vom Samen bis zur Reife, gegenüber 14 bis 16 Wochen bei der klassischen photoperiodischen Version.

Die Autoflowering Amnesia bewahrt einen wesentlichen Teil des Terpen- und Strukturprofils der Mutterlinie, allerdings mit einigen technischen Kompromissen: kompaktere Struktur, etwas reduzierte aromatische Ausdruckskraft und insgesamt homogenere Phänotypen. Wer sich für das Auto-Format interessiert, findet in den Autoflowering-Samen eine seit den 2010er Jahren stark wachsende Kategorie. Neben feminisierten und Autoflowering-Linien existieren zudem CBD-betonte Varianten für alle, die ein anderes Cannabinoid-Verhältnis suchen. Wer die klassische Genetik bevorzugt, greift eher zu feminisierte Cannabis-Samen der photoperiodischen Linie.

Amnesia Haze Autoflowering Genetik mit Cannabis-ruderalis-Einfluss

Welche Wirkung und Effekte werden der Amnesia Haze zugeschrieben?

Aus rein botanischer und dokumentarischer Sicht wird Amnesia Haze in der Fachliteratur als Sorte mit typischem Sativa-Profil beschrieben: energetisierend, förderlich für Kreativität und geistige Aktivität, mit einer historisch als zerebral und expansiv berichteten Wirkung. Viele Berichte beschreiben das High als vorwiegend zerebral und belebend. Diese Beschreibung deckt sich mit dem oben dargestellten Cannabinoid- und Terpenprofil, in dem Terpinolen und ein hoher struktureller THC-Gehalt eine zentrale Rolle spielen.

Der Namensbestandteil "Amnesia" geht auf frühe niederländische Berichte zurück: Pioniere beschrieben ein vorübergehendes Gefühl geistiger Zerstreutheit als Zeichen einer für die damalige Zeit ungewöhnlichen Stärke. Heute ist dieser Begriff mehr ein identitätsstiftendes Merkmal der Sorte als eine funktionale Beschreibung. Angaben zu Wirkungsdauer und Intensität variieren stark je nach Person und Kontext und sollten nicht als feste Größen verstanden werden. Dieser Beitrag dient ausschließlich der botanischen und historischen Information und stellt keine Empfehlung zu Konsum oder Dosierung dar.

Häufige Fragen zur Amnesia Haze Genetik

Welche Genetik hat Amnesia Haze?

Die Amnesia Haze Genetik ist sativadominiert und beruht auf einer Kreuzung aus der Original Haze (äquatoriale Landrassen) und einem afghanisch-hawaiianischen Indica-Anteil. Die übliche Aufteilung liegt bei etwa 70 % Sativa und 30 % Indica.

Ist Amnesia Haze sativa- oder indicadominant?

Amnesia Haze gilt als sativadominant. Das zeigt sich an der schlanken Struktur, der langen Blütezeit von 10 bis 12 Wochen und dem terpinolengeprägten Terpenprofil, das typisch für äquatoriale Sativas ist.

Wer hat die Amnesia Haze entwickelt?

Die Sorte wurde in den 90er Jahren in den Niederlanden aus der Original-Haze-Linie entwickelt. Mehrere Seedbanks beanspruchen die Stabilisierung, darunter Sensi Seeds mit der historischen Amsterdamer Version und Soma Seeds mit einer parallelen biologischen Linie.

Was ist der Unterschied zwischen Amnesia Haze und Amnesia Lemon?

Amnesia Lemon ist eine vor allem von Barney's Farm vermarktete Selektion, die das Zitrus-Zitronen-Profil der Linie betont. Sie teilt das Original-Haze-Erbe, legt aber stärkeren Fokus auf die Terpene Limonen und Terpinolen.

Wie lange blüht die Amnesia Haze?

Die klassische photoperiodische Version hat eine dokumentierte Blütezeit von 10 bis 12 Wochen. Die Autoflowering-Variante mit Ruderalis-Anteil schließt ihren Zyklus in etwa 10 bis 11 Wochen vom Samen bis zur Reife ab, unabhängig vom Lichtzyklus.

Amnesia Haze, Eckpfeiler des modernen Sativa-Erbes

Amnesia Haze nimmt in der Genealogie des Cannabis eine besondere Stellung ein: Als direkte Nachfahrin der Original Haze hat sie einen Standard für die europäischen Sativas der 2000er Jahre gesetzt und inspiriert bis heute zeitgenössische Selektionen. Ihre sativadominierte Genetik, ihr terpinolengeprägtes Profil und ihre historische Verankerung in der Amsterdamer Szene machen sie zu einer zentralen Referenz. Wer diese Linie erkunden möchte, findet bei den großen, in diesem Ratgeber genannten Seedbanks die passenden Amnesia-Genetiken.

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